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Langfristige Auswirkungen von „Gehirnnebel“ nach mildem Covid-19-Verlauf

Marika Möller und Kristian Borg (Foto: Marianne Lagerbielke, Krankenhaus Danderyd)
Marika Möller und Kristian Borg (Foto: Marianne Lagerbielke, Krankenhaus Danderyd)

DMZ –  WISSENSCHAFT ¦ Lena Wallner ¦Marika Möller und Kristian Borg (Foto: Marianne Lagerbielke, Krankenhaus Danderyd)   

 

Eine Studie des Danderyd-Krankenhauses in Schweden wirft ein Licht auf die langanhaltenden Folgen von milden bis moderaten Covid-19-Infektionen. Diese Forschung legt nahe, dass selbst nach einer vergleichsweise milden Infektion langfristige Auswirkungen auf die kognitiven Funktionen auftreten können, die sich negativ auf das soziale und berufliche Leben der Patienten auswirken können. Obwohl Covid-19 seit einigen Jahren präsent ist, fehlt weiterhin evidenzbasiertes Wissen darüber, welche Rehabilitation am besten geeignet ist.

 

Die Kognitive Post-Covid-Sprechstunde am Danderyd-Krankenhaus betreut Patientinnen und Patienten, die unter langanhaltenden kognitiven Symptomen und Müdigkeit nach einer Covid-19-Infektion leiden. Eine gründliche neuropsychologische Untersuchung wird durchgeführt, um die anhaltenden Beschwerden zu erfassen. Es ist jedoch noch nicht klar, ob eine milde Covid-19-Infektion direkt zu kognitiven Beeinträchtigungen führen kann oder ob andere zugrunde liegende Ursachen für die Probleme verantwortlich sind.

 

Frühere Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2020, die sich auf Patienten konzentrierten, die im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt wurden, deuteten darauf hin, dass die kognitiven Funktionen länger beeinträchtigt waren als andere motorische Funktionen. Diese Beeinträchtigungen könnten auf die Belastungen der Intensivpflege zurückzuführen sein. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2023 bestätigte ähnliche Ergebnisse, diesmal jedoch bei Patienten mit milden Krankheitsverläufen, die nicht im Krankenhaus behandelt wurden. Dies deutet darauf hin, dass es sich um eine direkte Auswirkung des Virus handelt, erklärt Kristian Borg, leitender Arzt und Professor am Karolinska-Institut.

 

Die Ergebnisse dieser Studie enthüllten, dass viele der Patienten, die zur Klinik überwiesen wurden, keine früheren Gesundheitsprobleme hatten und in anspruchsvollen, kognitiv belastenden Berufen tätig waren. Die kognitiven Testergebnisse fielen jedoch deutlich niedriger aus als erwartet. Es gab eine erhebliche Variation der Beeinträchtigungen von Patient zu Patient, was sich stark auf ihr soziales und berufliches Leben auswirkte. Einige hatten Probleme mit dem Gedächtnis, während andere Schwierigkeiten hatten, neue Informationen zu verarbeiten.

 

Zurzeit gibt es noch keinen klaren Konsens darüber, welche Rehabilitationsmethoden am besten geeignet sind. Bis weitere Studien durchgeführt werden, müssen sich die Behandlungsteams auf bewährte Methoden aus anderen Bereichen verlassen, wie die neuropsychologische Untersuchung mit psychologischer Unterstützung. Ein ganzheitlicher Ansatz, der die Zusammenarbeit eines multidisziplinären Teams aus Ärzten, Psychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern umfasst, kann für einige Patienten von Vorteil sein. Derzeit läuft eine Studie, die die Auswirkungen einer teambasierten multimodalen Rehabilitation bewertet, so Kristian Borg, der die Studie leitet.

 

Die Erkenntnisse dieser Forschung unterstreichen die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen und Rehabilitationsprogramme für Patienten, die unter den langfristigen Folgen einer Covid-19-Infektion leiden.


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