
DMZ – POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦
Wien - Im Rahmen des Strompreiskosten-Ausgleichsgesetzes (SAG 2022) wurden energieintensive Unternehmen für die hohen Stromkosten im Kalenderjahr 2022 unterstützt. Der vom Nationalrat behandelte Bericht von Energieministerin Leonore Gewessler legt dar, dass insgesamt 44 Unternehmen mit 76 Anlagen aus 27 Branchen von der staatlichen Beihilfe profitierten. Die Gesamtfördersumme belief sich auf rund 185 Millionen Euro.
Unterstützung zur Abfederung indirekter CO2-Kosten
Das SAG 2022 war darauf ausgelegt, Unternehmen einen Ausgleich für bis zu 75 % der indirekten CO2-Kosten, die durch den EU-Emissionszertifikatehandel im Jahr 2022 entstanden sind, zu gewähren. Besonders energieintensive Sektoren sollten dadurch wettbewerbsfähig bleiben und finanzielle Entlastung erhalten.
Höchste Einzelförderung für voestalpine Stahl GmbH
Von den insgesamt 44 geförderten Unternehmen erhielten 37 jeweils mehr als 500.000 Euro an Beihilfen. Gemäß den Transparenzvorgaben der EU wurden diese Förderungen in der Beihilfentransparenzdatenbank der EU sowie auf der Website der Abwicklungsstelle aws veröffentlicht. Die voestalpine Stahl GmbH erhielt mit 35 Millionen Euro die höchste Einzelzuwendung. Unternehmen, die mehr als 10.000 Euro pro Jahr ausbezahlt bekamen, wurden zudem über das nationale Transparenzportal veröffentlicht.
Finanzierung aus CO2-Versteigerungserlösen
Die finanzielle Grundlage für diese Förderung bildeten die Erlöse aus CO2-Zertifikatsversteigerungen. Im Jahr 2022 beliefen sich diese auf 375 Millionen Euro, wovon knapp 49,2 % für den Stromkosten-Ausgleich verwendet wurden. Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wurde entschieden, nicht nur 25 %, sondern 75 % der Erlöse aus dem Vorjahr für die Förderung bereitzustellen.
Keine Doppelförderung durch andere Beihilfen
Laut Bericht gab es im Jahr 2022 in Österreich keine weiteren spezifischen Förderungen für diese Kosten. In Bezug auf das Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz (UEZG) wurde sichergestellt, dass keine doppelte Förderung derselben Kosten erfolgte. Dadurch wurde eine faire und zielgerichtete Verteilung der Mittel gewährleistet.
Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦
Fehler- und Korrekturhinweise
Wenn Sie einen Fehler entdecken, der Ihrer Meinung nach korrigiert werden sollte, teilen Sie ihn uns bitte mit, indem Sie an intern@mittellaendische.ch schreiben. Wir sind bestrebt, eventuelle Fehler zeitnah zu korrigieren, und Ihre Mitarbeit erleichtert uns diesen Prozess erheblich. Bitte geben Sie in Ihrer E-Mail die folgenden Informationen sachlich an:
- Ort des Fehlers: Geben Sie uns die genaue URL/Webadresse an, unter der Sie den Fehler gefunden haben.
- Beschreibung des Fehlers: Teilen Sie uns bitte präzise mit, welche Angaben oder Textpassagen Ihrer Meinung nach korrigiert werden sollten und auf welche Weise. Wir sind offen für Ihre sinnvollen Vorschläge.
- Belege: Idealerweise fügen Sie Ihrer Nachricht Belege für Ihre Aussagen hinzu, wie beispielsweise Webadressen. Das erleichtert es uns, Ihre Fehler- oder Korrekturhinweise zu überprüfen und die Korrektur möglichst schnell durchzuführen.
Wir prüfen eingegangene Fehler- und Korrekturhinweise so schnell wie möglich. Vielen Dank für Ihr konstruktives Feedback!
Unterstützen Sie uns jetzt!
Seit unserer Gründung steht die DMZ für freien Zugang zu Informationen für alle – das ist unser Alleinstellungsmerkmal. Wir möchten, dass jeder Mensch kostenlos faktenbasierte Nachrichten erhält, und zwar wertfrei und ohne störende Unterbrechungen.
Unser Ziel ist es, engagierten und qualitativ hochwertigen Journalismus anzubieten, der für alle frei zugänglich ist, ohne Paywall. Gerade in dieser Zeit der Desinformation und sozialen Medien ist es entscheidend, dass seriöse, faktenbasierte und wissenschaftliche Informationen und Analysen für jedermann verfügbar sind.
Unsere Leserinnen und Leser machen uns besonders. Nur dank Ihnen, unserer Leserschaft, existiert die DMZ. Sie sind unser größter Schatz.
Sie wissen, dass guter Journalismus nicht von selbst entsteht, und dafür sind wir sehr dankbar. Um auch in Zukunft unabhängigen Journalismus anbieten zu können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Setzen Sie ein starkes Zeichen für die DMZ und die Zukunft unseres Journalismus. Schon mit einem Beitrag von 5 Euro können Sie einen Unterschied machen und dazu beitragen, dass wir weiterhin frei berichten können.
Jeder Beitrag zählt. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Kommentar schreiben