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AT: Irreführendes Volksbegehren "Impfpflicht abschaffen": Gefährlicher Unfug oder bewusste Irreführung?

DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦           

 

Das jüngste Volksbegehren mit dem Titel "Impfpflicht abschaffen" hat die erforderliche Hürde von 100.000 Unterschriften für die Behandlung im Nationalrat knapp erreicht. Die Initiatoren behaupten, dass ihr Vorstoß bereits im Februar 2022 gestartet wurde und teilweise erfolgreich war, da das COVID-19-Impfpflichtgesetz im Juli 2022 vorläufig abgeschafft wurde.

 

Das Volksbegehren fordert die Parlamentsparteien auf, einer Wiedereinführung der Impfpflicht durch den WHO-Pandemievertrag, eine EU-Verordnung oder ein neues Epidemiegesetz entgegenzuwirken. Die Unterzeichner argumentieren, dass die individuelle Entscheidung, sich impfen zu lassen oder nicht, jedem selbst überlassen bleiben sollte, und lehnen einen Impfzwang strikt ab. Sie fordern sogar ein generelles Impfverbot für Kinder unter 18 Jahren, um sie vor angeblichen Schädigungen durch Impfnebenwirkungen zu schützen.

 

Diese Argumente stoßen auf scharfe Kritik. Die Forderung nach Abschaffung der Impfpflicht und einem generellen Impfverbot für Kinder wird als unsinnig und gefährlich betrachtet. Die Behauptung, Impfnebenwirkungen seien zu massiv und könnten zum raschen Tod führen, steht im krassen Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Erfahrungen mit Impfungen. Das Ignorieren der Rolle der Impfpflicht bei der Eindämmung schwerer Krankheiten und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit ist äußerst bedenklich.

 

Solche Volksbegehren, die auf falschen Annahmen und irreführenden Argumenten basieren, tragen nicht zur Verbesserung der Gesundheit bei, sondern gefährden die kollektive Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung. Es ist unverantwortlich, Initiativen zu unterstützen, die die Errungenschaften der modernen Medizin und die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten in Frage stellen.

 

 

 

Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦ 

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