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AT: Jugendpolitik braucht Mitwirkung junger Menschen: Bundeskanzleramt legt Umsetzungsbericht zur Jugendstrategie vor

DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦           

 

Wien – Die österreichische Jugendstrategie setzt auf die aktive Einbindung von Jugendlichen, wie im erstmals veröffentlichten Umsetzungsbericht (III-1082 d.B.) des Bundeskanzleramts (BKA) aus dem Jahr 2023 hervorgeht.

 

Das Berichtsjahr 2022, das "Europäische Jahr der Jugend", legt den Fokus auf 125 Maßnahmen zur Erreichung von insgesamt 35 Jugendzielen, die über mehrere Jahre verteilt sind. Handlungsfelder der Jugendstrategie sind Bildung, Beschäftigung, gesellschaftliche Beteiligung, Lebensqualität, Miteinander, Medien und Information. Das BKA-Kompetenzzentrum Jugend koordiniert die Aktivitäten zur Zielerreichung, wobei Reality Checks der Maßnahmen unter Mitwirkung von Jugendlichen durchgeführt werden.

 

Unterstützung am Bildungsweg

Die Jugendstrategie setzt darauf, Jugendlichen zu helfen, ihre Talente bestmöglich zu nutzen. Ziele in Bildung und Beschäftigung umfassen weiterführende Ausbildungen, insbesondere für weibliche Jugendliche in technischen Berufen. Maßnahmen umfassen österreichweite Initiativen zur geschlechterunabhängigen Berufswahl, Ausbildungsgarantie bis 25 und Jugendcoaching für Jugendliche mit Behinderung. Ein Schwerpunkt lag 2022 auf der Prävention von Muskel- und Skeletterkrankungen junger Arbeitskräfte.

 

Das Handlungsfeld Beteiligung und Engagement zielt darauf ab, demokratisches Diskursverhalten ohne Hass und Hetze zu fördern. Das BKA fördert zeitgemäße Anreiz- und Anerkennungssysteme für freiwilliges Engagement junger Menschen. Maßnahmen umfassen die Herabsetzung des Wahlalters bei Betriebsratswahlen auf 16 Jahre, Forschungsprojekte für Schüler:innen zu gesellschaftsrelevanten Themen und den Freiwilligendienst im In- und Ausland.

 

Im Handlungsfeld Lebensqualität und Miteinander stehen Gesundheit, Umwelt, Familie, Mobilität, Lebensperspektiven und Lebenszufriedenheit im Fokus. Die Jugendstrategie strebt an, Jugendlichen Instrumente für ein selbstbestimmtes Leben zu geben, ohne sie zu bevormunden. Ziele umfassen Deradikalisierung, psycho-soziale Gesundheit, sichere Mobilität, Reform des Obsorgerechts und Integrationsunterstützung für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund.

 

Medienkompetenz und Digitalisierung

Im Handlungsfeld Medien und Information zielt die Jugendstrategie darauf ab, die Digitalisierung als Chance zu nutzen und Risiken zu erkennen. Resilienzsteigerung Jugendlicher gegen extremistische Beeinflussung steht im Fokus. Die Förderung von Medien- und Informationskompetenz soll junge Menschen vor Cybermobbing, Hassrede und "Fake News" schützen. Digitale Kompetenzen sollen im Unterricht erweitert werden, unterstützt durch Websites wie "Österreichische Jugendportal" und "Saferinternet", sowie die App "YoungCarers Austria" für pflegende Jugendliche.

 

Die Jugendstrategie unterstreicht damit die Wichtigkeit einer partizipativen und zielgruppengerechten Herangehensweise, um die Anliegen und Bedürfnisse der jungen Generation erfolgreich zu adressieren.

 

 

Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦ 

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