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Umfrage zu Gesundheitssystemen in der Schweiz zeigt alarmierende Defizite

DMZ – GESUNDHEIT ¦ Lena Wallner ¦          

 

Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage des Commonwealth Fund über die Gesundheitssysteme in der Schweiz werfen einen alarmierenden Blick auf einige entscheidende Aspekte der medizinischen Versorgung im Land. Insbesondere die Bewertungen der Hausarztpraxen und die Zugänglichkeit zu medizinischer Versorgung außerhalb der regulären Öffnungszeiten geben Anlass zur Sorge.

 

Kritische Bewertungen der Hausarztpraxen

Die Umfrage ergab, dass neun von zehn Personen bei gesundheitlichen Problemen zunächst die Hausärztin, den Hausarzt oder ein Gesundheitszentrum aufsuchen. Jedoch sind die Rückmeldungen zu spezifischen Aspekten in den Hausarztpraxen kritisch. Insbesondere die Kenntnis der medizinischen Vorgeschichte und die ausreichende Zeit, die den Patientinnen und Patienten gewidmet wird, werden von den Befragten als problematisch bewertet. Diese kritischen Punkte deuten auf mögliche Herausforderungen hin, die die Qualität der Patientenversorgung beeinträchtigen könnten.

 

Schwierigkeiten bei der medizinischen Versorgung außerhalb der Öffnungszeiten

Ein massives Problem stellt die Schwierigkeit dar, außerhalb der regulären Öffnungszeiten medizinische Versorgung zu erhalten. Die Umfrage zeigt, dass 60 Prozent der Befragten es als schwierig empfinden, abends, am Wochenende oder an Feiertagen ärztliche Hilfe zu bekommen, ohne dabei auf Notfallstationen angewiesen zu sein.

 

Unter Berücksichtigung unserer Recherche zu Schutzmaßnahmen wird deutlich, dass der Mangel an entsprechenden Vorkehrungen sowohl im Angebot als auch beim Personal oder den geltenden Regeln in Praxen und Notfallstationen erwähnt werden muss. Diese Defizite in den Schutzmaßnahmen könnten ernsthafte gesundheitliche Risiken für Patientinnen und Patienten darstellen. Die Tatsache, dass solche Aspekte in der Umfrage nicht berücksichtigt wurden, ist geradezu repräsentativ für das Bundesamt für Gesundheit.

 

Übermäßige Nutzung von Notfallstationen

Die Umfrage offenbart, dass 25 Prozent der Befragten in den letzten zwei Jahren eine Notfallstation aufgesucht haben. Besorgniserregend ist, dass über ein Drittel dieser Personen angibt, dass ihre Beschwerden auch von der Hausärztin oder dem Hausarzt behandelt hätten werden können. Dies legt nahe, dass eine übermäßige Nutzung von Notfallstationen stattfindet, die durch verbesserte Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Hausärzten vermieden werden könnte.

 

Verzicht auf medizinische Leistungen aufgrund von Kosten

Dramatisch ist auch die Tatsache, dass fast ein Viertel der Bevölkerung angibt, im letzten Jahr aufgrund der Kosten auf eine medizinische Leistung verzichtet zu haben. Hierbei handelt es sich insbesondere um Arztbesuche und empfohlene Tests. Dieser Verzicht könnte ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen für Einzelpersonen haben und verdeutlicht mögliche finanzielle Hürden im Gesundheitssystem.

 

Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen, dass es dringend notwendig ist, Defizite im Gesundheitssystem anzugehen. Verbesserungen in der Patientenversorgung, insbesondere in Hausarztpraxen, sowie Maßnahmen zur besseren Zugänglichkeit außerhalb der Öffnungszeiten und zur Kostensenkung sind entscheidend, um die Gesundheitsversorgung in der Schweiz zu optimieren. Es ist unerlässlich, dass die relevanten Institutionen diese Ergebnisse ernst nehmen und gezielte Maßnahmen ergreifen, um die Qualität und Zugänglichkeit der medizinischen Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

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