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AT: Fortschritte bei digitalen Anwendungen und grenzüberschreitendem Verkehrsdatenaustausch

DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦                                    

 

Wien - Der Verkehrstelematikbericht 2023 zeigt die fortschreitende Entwicklung digitaler Anwendungen zur Steuerung und Optimierung des Verkehrssystems. Im Fokus steht die Umsetzung von intelligenten Verkehrssystemen (IVS) als Teil der digitalen Transformation im Verkehrsbereich.

 

Die Plattform ITS Austria vereint österreichische Akteure, einschließlich der öffentlichen Hand, um die Ziele der Verkehrstelematik zu realisieren. Die Agentur AustriaTech, im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), veröffentlicht jährlich einen Bericht an das Parlament.

 

Im Jahr 2023 erfuhr die Berichtslegung der ITS Austria eine Änderung (III-967 d.B.), indem der kürzlich veröffentlichte Aktionsplan "Digitale Transformation in der Mobilität" (AP-DTM) des BMK als Leitlinie dient. Dieser ersetzt das bisherige Arbeitsprogramm der ITS Austria aus dem Jahr 2018. Die Erarbeitung des Aktionsplans erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern der ITS Austria-Plattform unter der Leitung von Verkehrsministerin Leonore Gewessler.

 

Der Aktionsplan Digitale Transformation in der Mobilität

Der Aktionsplan Digitale Transformation (AP-DTM) bildet das Rahmenwerk für nationale und europäische Maßnahmen Österreichs zur Umsetzung des Mobilitätsmasterplans 2030 im digitalen Bereich. Er umfasst fünf Maßnahmenbündel:

  • Nachhaltige Mobilität ermöglichen: Gestaltung des Rechtsrahmens für die digitale Transformation im Verkehrsbereich.
  • Optimale Nutzung von Mobilitätsdaten: Förderung der effizienten Nutzung von Mobilitätsdaten.
  • Verkehr zukunftsfähig gestalten: Maßnahmen für ein integriertes Verkehrsmanagement.
  • Attraktivität nachhaltiger Mobilitätsangebote: Förderung der Nutzung nachhaltiger Mobilitätsangebote und Bereitstellung integrierter Mobilitätsdienste.
  • Akzeptanz- und Kompetenzaufbau: Maßnahmen zur Förderung der Akzeptanz und Kompetenzentwicklung im Bereich der digitalen Mobilität.

Erneuerung der technischen Grundlagen für intelligente Verkehrssysteme

Die AustriaTech agiert gemäß den EU-Vorgaben als neutrale nationale Stelle und betreibt die Plattform Mobilitaetsdaten.gv.at als nationalen Zugangspunkt zu Verkehrsdaten (National Access Point, NAP).

Ein Schwerpunkt der Bemühungen liegt in der technischen Erneuerung der Graphenintegrations-Plattform GIP, die als Grundlage für Reiseinformationssysteme für alle Verkehrssysteme und Verwaltungsaufgaben dient. Der Datenbestand der GIP hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, und die Datengrundlagen wurden kontinuierlich verbessert, z. B. durch Informationen für Radrouting. Die nächste Phase zur Erneuerung der GIP wurde nach Abschluss der erforderlichen Vergaben eingeleitet.

 

Weiterentwicklung der Anwendungen für ein integriertes und nachhaltiges Verkehrssystem

Forschungsprojekte zur Digitalisierung des Verkehrssystems und zur Schaffung eines integrierten Verkehrsmanagements zeigen konkrete Ergebnisse. Das Projekt EVIS ermöglicht die Bereitstellung von Echtzeit-Verkehrsinformationen auf hochrangigen und untergeordneten Straßen, was zur optimalen Verkehrslage, Reisezeiten und Ereignismeldungen beiträgt. Über eine öffentlich-öffentliche Kooperation (ÖÖK) konnte EVIS in eine langfristige Betriebsstruktur überführt werden.

 

Die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur (C-ITS) wurde sowohl auf hochrangigen Straßen als auch im städtischen Bereich weiter vorangetrieben. Urban Vehicle Access Regulations (UVAR) wurden digital bereitgestellt, um die Reduktion von Emissionen zu fördern.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Förderung der Nutzung nachhaltiger Mobilitätsangebote. Konzepte wie "Mobilität als Service" (MaaS) wurden in den Aktionsplan aufgenommen. Projekte wie ULTIMOB und DOMINO wurden erfolgreich umgesetzt, um innovative Mobilitätskonzepte zu realisieren.

 

Fortschritte bei grenzüberschreitendem Austausch von Mobilitätsdaten

Die Vernetzung der Verkehrsinformationsdienste mittels offener und benutzerfreundlicher Standards wurde vorangetrieben. Das CROCODILE-Projekt zur grenzüberschreitenden Datenaustausch wurde 2022 abgeschlossen.

 

Als bahnbrechenden Lösungsansatz hob der Bericht besonders die Open Journey Planners (OPJ) hervor. Der entwickelte OJP-Standard ermöglicht die Verlinkung von Reiseinformationen verschiedener Anbieter über Ländergrenzen hinweg. Projekte wie Linking Danube, LinkingAlps und OJP4Danube nutzen diesen Standard, um ein multimodales Netzwerk von Straße, Bahn und Wasserstraßen zu schaffen.

 

Die EU-Gesetzgebung für intelligente Verkehrssysteme im Jahr 2022

Die EU-Vorgaben zur Implementierung intelligenter Verkehrssysteme wurden weiterentwickelt. Die Überarbeitung der IVS-Richtlinie und der Verordnung über multimodale Reiseinformationen wurde vorangetrieben. Die EU-Verordnung über Echtzeit-Verkehrsinformationen wurde überarbeitet und tritt ab 2025 in Kraft, um die schrittweise Erweiterung des Geltungsbereichs und weitere Datenaustauschformate zu ermöglichen.

 

Der Verkehrstelematikbericht 2023 zeigt, dass Österreich bedeutende Fortschritte im Bereich digitaler Anwendungen und grenzüberschreitendem Verkehrsdatenaustausch gemacht hat. Die Maßnahmen aus dem Aktionsplan Digitale Transformation in der Mobilität bieten einen integrativen Ansatz für ein nachhaltiges Verkehrssystem.

 

 

Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦ 

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