Die Grenzen mancher Diskussionen

DMZ –  POLITIK ¦ Dirk Specht ¦              

KOMMENTAR

 

Diskussionen über „Grundlast“ sind oft dadurch belastet, dass viele „Grundlast“ sagen, aber so etwas wie „Reserve“ meinen. Wenn man dann darauf hinweist, dass „Grundlastproduktion“ bereits in einem Energiesystem ab zwei Dritteln Erneuerbarer beginnt, eine schwache Relation von Vor-/Nachteilen aufzuweisen, erntet man oft den Vorwurf, ein weiterer linksgrüner Depp zu sein, der immer noch nicht verstanden hat, dass Nachts keine Sonne scheint.

 

Diskussionen über „Schulden“ scheitern oft daran, dass übersehen wird, was Schulden sind, nämlich die Gegenposition dessen, was wir Geld nennen. Wenn man dann darauf hinweist, dass „Sparen“ ohne „Schulden“ gar nicht geht und Geld ohne „Schulden“ nicht wirklich existiert, wird man als linker Ökonom beschimpft, der das hart verdiente Geld durch Schulden vernichten will.

 

Diskussionen über angeblich endlos mögliche Finanzierung mittels „FIAT-Money“ scheitern daran, dass eine ganz wesentliche Eigenschaft des Geldsystems übersehen wird: Hier wird keineswegs beliebig Geld aus dem nichts geschöpft, sondern gegen eine Rückzahlungsverpflichtung, für die sowohl der Schuldner als auch die das Geld schöpfende Bank selbst Sicherheiten zu hinterlegen haben. Reichen diese nicht, gibt es auch kein neu geschöpftes Geld. Wird der Kredit zurück gezahlt, ist das neu geschöpfte Geld weg, auch das wird gerne übersehen. Wird der Kredit nicht zurück gezahlt, sind die Sicherheiten weg. Da ist nichts endlos möglich, aber dafür wird man dann als neoliberaler Kapitalist beschimpft, der das Kapital nur denen weiter vorenthalten will, die es heute schon haben.

 

Was mich betrifft, so finde ich meinen Kompass in Ordnung, so lange ich diese Bandbreite an Beschimpfungen erhalte.


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