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DE: Zukunftsrat des Bundeskanzlers setzt auf nachhaltige Entwicklung und Anwendung generativer KI in Deutschland

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Die Nutzung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) verspricht immense Vorteile für die Gesellschaft, insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung. In der vierten Sitzung des Zukunftsrats unter Bundeskanzler Olaf Scholz wurde intensiv darüber diskutiert, wie Deutschland die Entwicklung und Anwendung dieser Technologie vorantreiben kann, um die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität des Landes zu stärken.

 

Die zentrale Leitfrage dieser Sitzung lautete: "Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, um generative KI in Deutschland vermehrt zu entwickeln und einzusetzen?" Ziel ist es, das volle Potenzial generativer KI als standortrelevante Technologie zu nutzen und somit Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit und technologische Autonomie zu betonen. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit, Produktivitätssteigerungen, die durch generative KI möglich sind, rasch zu realisieren, um langfristig die Risiken einer Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu mindern.

 

Einigkeit herrschte darüber, dass Deutschland zeitnah zu den führenden internationalen Standorten auf diesem Gebiet aufschließen muss. Die Rahmenbedingungen dafür sind vorhanden: Deutschland verfügt über eine herausragende Forschungslandschaft, hochqualifizierte Fachkräfte sowie umfassendes Fachwissen und Datensätze in Großindustrie und KMU. Es wurde betont, dass es entscheidend ist, geeignete Rechenkapazitäten für Wissenschaft und Wirtschaft bereitzustellen, um innovative KI-Anwendungen umsetzen zu können.

 

Der Zukunftsrat bekräftigte die Bedeutung einer europäischen Zusammenarbeit sowie nationaler Partnerschaften zwischen Politik und Wirtschaft, um diese Herausforderungen anzugehen. Es wurde empfohlen, nationale Ansätze zu fördern, eigene Kompetenzen und technologische Ökosysteme aufzubauen und einseitige Abhängigkeiten abzubauen. Dadurch sollen auch europäische Werte in KI-Modellen verankert werden.

 

Des Weiteren wurde auf die bevorstehende Gründung des "Robotics Institute Germany (RIG)" im Rahmen des BMBF-Aktionsplans Robotikforschung hingewiesen.

Die inhaltliche Vorbereitung des Zukunftsrats erfolgt durch eine Geschäftsstelle, die bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften angesiedelt ist.

 

Teilnehmer des Zukunftsrats des Bundeskanzlers, bestehend aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, sind:

  • Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner (TUM Distinguished Affiliated Professor an der Technischen Universität München)
  • Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH)
  • Prof. Dr. Irene Bertschek (Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“; Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation)
  • Susan-Stefanie Breitkopf (Chief Transformation Officer (CTO) und Leitung Corporate Human Resources der ZEISS Gruppe)
  • Dr. Martin Brudermüller (Vorsitzender des Vorstands der BASF SE)
  • Yasmin Fahimi (Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes)
  • Prof. Dr. Holger Hanselka (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft)
  • Dirk Hoke (CEO von Volocopter)
  • Prof. Dr. Henning Kagermann (Vorsitzender des acatech-Kuratoriums)
  • Christian Klein (CEO und Mitglied des Vorstands der SAP SE)
  • Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert (Professorin für Medizinethik an der Universität Münster)
  • Prof. Dr. Martin Stratmann (Präsident Emeritus der Max-Planck-Gesellschaft)
  • Prof. Dr. Geraldine Rauch (Präsidentin der Technischen Universität Berlin)
  • Prof. Dr. Özlem Türeci (Mitgründerin und CMO von BioNTech; Professorin für Personalisierte Immuntherapie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
  • Prof. Dr. Thomas Weber (acatech Präsident)
  • Dr. Joachim Wenning (Vorsitzender des Vorstands der Munich Re)

 

 

 

 Quelle / Herausgeber: PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG


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