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Kinder und COVID-19: Die Bedeutung des Schutzes der Verwundbarsten

DMZ –  WISSENSCHAFT ¦ Sarah Koller ¦                       

KOMMENTAR

 

Die COVID-19-Pandemie hat die Welt seit mehren Jahren fest im Griff, und die Auswirkungen sind in allen Teilen des Globus zu spüren. Auch wenn Politik und Medien seit Monaten versuchen die Pandemie totzusagen, oder zumindest zu verharmlosen. Während die Gesellschaften auf der ganzen Welt um Lösungen zur Eindämmung des Virus ringen, ist eine weitere besorgniserregende Tendenz zu beobachten: die Verharmlosung der Auswirkungen von COVID-19 auf Kinder, insbesondere derjenigen, die als "verwundbar" gelten.

 

In vielen Ländern wurde fälschlicherweise behauptet, dass COVID-19 für "gesunde Kinder" kein ernstes Risiko darstellt. Ein Mythos, der in der Bevölkerung und sogar unter Ärzten kursierte, lautete, dass das Virus nur bei Kindern mit schweren Vorerkrankungen wie Leukämie tödlich sei. Diese Fehlinformationen haben in der öffentlichen Wahrnehmung dazu geführt, dass einige Menschen glauben, dass Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor COVID-19 überflüssig seien.

 

Fakt ist jedoch, dass COVID-19 bei Kindern, einschließlich derjenigen ohne schwerwiegende Vorerkrankungen, schwere gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Während es wahr ist, dass Todesfälle bei Kindern ohne bestehende Gesundheitsprobleme selten sind, sind sie nicht ausgeschlossen. Darüber hinaus haben viele Kinder, die an COVID-19 erkrankt sind, langwierige Symptome und gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten.

 

Daten aus verschiedenen Ländern bestätigen, dass auch Kinder ohne schwerwiegende Vorerkrankungen erkranken und im schlimmsten Fall sterben können. Darüber hinaus zeigen Statistiken, dass ein erheblicher Prozentsatz der Kinder, die an COVID-19 erkranken, an häufigen, jedoch nicht tödlichen Gesundheitsproblemen leidet, wie Übergewicht und Asthma. Die Tatsache, dass COVID-19 in einigen Fällen zu schweren Krankheitsverläufen bei Kindern führt, darf nicht ignoriert werden.

 

Die Verantwortung liegt nicht nur bei Eltern und Ärzten, sondern auch bei der Gesellschaft als Ganzes. Es ist endlich Zeit dass man versteht, dass alle Kinder schützenswert sind, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand. Die Verwundbarsten, einschließlich der Kinder, die anfälliger für schwerwiegende COVID-19-Verläufe sind, verdienen besonderen Schutz und Unterstützung.

 

Die Pandemie hat uns gelehrt, dass die Stärkung von Gesundheitssystemen und präventiven Maßnahmen von entscheidender Bedeutung ist. Kampagnen zur Impfung von Kindern sollten breit angelegt und gefördert werden, insbesondere in Bezug auf diejenigen mit Vorerkrankungen. Stattdessen suchen viele Eltern vergeblich für Termine. Darüber hinaus ist die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Risiken und Präventionsmaßnahmen von COVID-19 bei Kindern von entscheidender Bedeutung.

 

Ein weiterer Schlüsselaspekt ist die Solidarität mit den am stärksten gefährdeten Kindern weltweit. Kinder in vielen Teilen der Welt haben eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und Impfstoffen. Internationale Bemühungen zur Unterstützung dieser Kinder sind dringend erforderlich.

 

Die Wahrheit ist, dass verwundbare Kinder wirklich zählen. Die Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass der Schutz unserer Kinder, insbesondere derjenigen, die am meisten gefährdet sind, oberste Priorität haben sollte. Es ist an der Zeit, diese wichtige Botschaft zu verbreiten und Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Kinder weltweit zu gewährleisten.

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