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CH: UNO-Sicherheitsrat: Nutzung des Potenzials der Wissenschaft für Frieden und Sicherheit

Bundesrat Ignazio Cassis leitete am 3. Mai 2023 eine Debatte des UNO-Sicherheitsrats, in welcher der Aufbau von Vertrauen im Zentrum stand. © EDA
Bundesrat Ignazio Cassis leitete am 3. Mai 2023 eine Debatte des UNO-Sicherheitsrats, in welcher der Aufbau von Vertrauen im Zentrum stand. © EDA

DMZ – INTERNATIONAL / MM ¦ AA ¦    Bundesrat Ignazio Cassis leitete am 3. Mai 2023 eine Debatte des UNO-Sicherheitsrats, in welcher der Aufbau von Vertrauen im Zentrum stand. © EDA

 

Bern - Die Schweiz hat am 17. Mai 2024 ein Treffen des UNO-Sicherheitsrats organisiert, um das Zusammenspiel zwischen der Wissenschaft und dem Rat zu stärken. Der Einbezug der Wissenschaft in die Entscheidungsfindung des Rats hat das Potenzial, gegenseitiges Vertrauen zu fördern und einen Beitrag zur Prävention von Konflikten und für nachhaltigen Frieden zu leisten – eine Priorität des Bundesrats für die Schweizer Ratsmitgliedschaft 2023-2024.

 

Das von der Schweiz im UNO-Sicherheitsrat organisierte informelle Treffen stellte die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und dem Sicherheitsrat in den Vordergrund. Denn es gilt, dieses Wissen für die Prävention von Konflikten und die Sicherung von Frieden einzusetzen. Vor dem Hintergrund der Verknüpfung von globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Pandemien, Wirtschaftskrisen und Konflikten hat die Wissenschaft das Potenzial, die Entscheidungsfindung des UNO-Sicherheitsrats zu unterstützen und zur Erfüllung seines Mandats für Frieden und Sicherheit auf der Welt beizutragen. Konkret kann dies gemäß der Stiftung Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA), die den Sicherheitsrat heute brieft, wie folgt gelingen: Durch das Sammeln von Daten und die Analyse von Praktiken in der Friedensförderung können Muster identifiziert und Erkenntnisse daraus abgeleitet werden. Dies liefert die Grundlage für die Antizipation neuer Konflikte durch das Erkennen von Frühwarnzeichen. Zudem können auf dieser Basis Empfehlungen und Optionen für die Lösung und die Prävention von Konflikten sowie für die Vermittlung zwischen Konfliktparteien formuliert werden.

 

In einer Zeit, in der die Anzahl der Konflikte einen Höchststand seit dem Zweiten Weltkrieg erreicht hat, muss die internationale Gemeinschaft ihre Instrumente optimieren, um das gegenseitige Vertrauen zwischen den Staaten und nachhaltigen Frieden zu fördern. Der Einbezug der Wissenschaft und die Wissenschaftsdiplomatie können der Wiederherstellung von Vertrauen und der Friedensförderung dienen. Denn evidenzbasiertes, gemeinsam genutztes Wissen kann eine Grundlage für ein kollektives Verständnis zu globalen Herausforderungen darstellen.

 

Ein gemeinsam respektierter normativer Rahmen stärkt nicht nur das Vertrauen, sondern auch die Vorhersehbarkeit. Hier spielt die Wissenschaft eine wichtige Rolle: «Die Wissenschaft und neue Technologien bieten uns die Möglichkeit, die Risiken von heute und die Chancen von morgen besser zu antizipieren und zu verstehen», sagte Bundesrat Ignazio Cassis bereits am 3. Mai 2023 vor dem Sicherheitsrat in New York.

 

Gemäß der Außenpolitischen Strategie 2024-2027 der Schweiz kann die Wissenschaft einen wichtigen Beitrag zu den diplomatischen Bemühungen im Kontext der Guten Dienste, der Friedensförderung und in internationalen Organisationen leisten. Die Spitzenposition der Schweiz in internationalen Rankings in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation schafft gute Voraussetzungen für die Wissenschaftsdiplomatie der Schweiz. Diese trägt auch dazu bei, das internationale Profil und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Akteure im Bereich Bildung, Forschung und Innovation zu stärken und Kooperationsprojekte auf der ganzen Welt durchzuführen.

 

 

Herausgeber

Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten

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