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COVID-19 und Gehirn: Neue Studien zeigen deutliche Einbußen im IQ

DMZ – WISSENSCHAFT ¦ Sarah Koller ¦    

 

Neue Forschungsergebnisse verdeutlichen die langfristigen Auswirkungen von COVID-19 auf das Gehirn. Der sogenannte "Gehirnnebel" nach einer Infektion mit dem Virus ist längst kein isoliertes Phänomen mehr. Studien legen nahe, dass COVID-19 zu einer Vielzahl von Problemen im Gehirn führen kann, von Gedächtnisproblemen bis hin zu schwerwiegenderen kognitiven Beeinträchtigungen.

 

Forscher haben nun in zwei neuen Studien, veröffentlicht im renommierten New England Journal of Medicine, festgestellt, dass COVID-19 signifikante Defizite im Gedächtnis und in der kognitiven Leistung hinterlässt. Diese Einbußen im IQ waren selbst bei milden Verläufen der Krankheit nachweisbar und traten sowohl während der frühen Phasen der Pandemie als auch bei späteren Varianten wie Delta und Omikron auf.

 

Die Auswirkungen sind alarmierend: Selbst Personen mit abgeklungenen Symptomen von COVID-19 zeigten einen Rückgang im IQ, während Personen, die auf der Intensivstation behandelt wurden oder anhaltende Symptome hatten, noch stärker betroffen waren. Diese Erkenntnisse deuten bestätigen einmal mehr, dass das Virus nicht nur die Atemwege betrifft, sondern auch tiefgreifende Auswirkungen auf die kognitive Gesundheit hat.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen schon lange davor, dass die langfristigen Folgen von COVID-19 auf das Gehirn weitreichend sind. Von der Bildung bis hin zur wirtschaftlichen Produktivität könnten diese Auswirkungen die Gesellschaft noch lange nach der Pandemie belasten. Die Pandemie dauert weiterhin an.

 

Die Erforschung dieser Probleme wird Zeit und gemeinsame Anstrengungen erfordern. Es ist höchste Zeit, dass die Öffentlichkeit und die Regierungen diese Entwicklungen endlich ernst nehmen und die Mittel bereitstellen, um die langfristigen Folgen von COVID-19 auf die menschliche Gesundheit besser zu verstehen und anzugehen.

 

 

> Die Studien:

 


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