Aussenwirtschaftsbericht 2023: Schweiz in einer geopolitisch geprägten Weltwirtschaft

DMZ – WIRTSCHAFT / MM ¦ AA ¦            

 

Bern - Der Bundesrat hat am 10. Januar 2024 den Aussenwirtschaftsbericht 2023 verabschiedet. In einer von geopolitischen Spannungen geprägten Weltwirtschaft setzt die Schweiz weiterhin auf eine offene und breit aufgestellte Aussenwirtschaftspolitik.

Geopolitische Spannungen zwischen Wirtschaftsmächten nahmen im Berichtsjahr zu, verstärkt durch den Ukraine-Krieg und die Covid-19-Pandemie. Diese Ereignisse betonten die Bedeutung widerstandsfähiger internationaler Wertschöpfungsketten. Staaten überprüften ihre Abhängigkeiten und reduzierten wirtschafts- und sicherheitspolitische Risiken durch Partnerauswahl und Rückholung kritischer Wirtschaftszweige.

 

Weltweit verfolgen Wirtschaftsmächte industriepolitische Initiativen zur Dekarbonisierung und gewähren umfassende Subventionen. Diese können positive oder negative Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft haben. Aufgrund ihrer hochspezialisierten Wirtschaft und des vergleichsweise kleinen Binnenmarktes ist die Schweiz stark auf internationale Wertschöpfungsketten angewiesen.

 

In diesem geopolitischen Kontext strebt die Schweiz, wie andere Staaten, eine unabhängige Position zwischen etablierten Wirtschaftsmächten an. Bewährte Instrumente zur Erhaltung wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedingungen umfassen wirtschaftliche Offenheit, regulative Wettbewerbsfreundlichkeit, starke Bildung, Forschung und Innovation, finanzielle Stabilität, attraktive Steuerpolitik, unternehmerische Freiheit, Rechtssicherheit, flexible Arbeitsmärkte und effiziente Infrastruktur.

 

Zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts ergreift die Schweiz Maßnahmen wie den am 1. Januar 2024 eingeführten Industriezollabbau. International engagiert sie sich für stabile EU-Beziehungen und den Abschluss neuer bilateraler und multilateraler Abkommen. Zudem sucht sie mit engen Handelspartnern zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten, insbesondere für sichere Wertschöpfungsketten.

 

Die Schweiz hat bisher auf eine "vertikale Industriepolitik" verzichtet, um Marktverzerrungen zu vermeiden. Sie verfügt weder über die Binnenmarktgrösse noch die Strukturen für eine solche Politik. Die erfolgreiche Strategie basiert auf einem ausgewogenen Mix von Maßnahmen zur Sicherung und Förderung der Wirtschaft.

Für Rückfragen steht die Kommunikation des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (info@gs-wbf.admin.ch, +41 58 462 20 07) zur Verfügung.

 

 

 

 

Herausgeber:

Der Bundesrat

https://www.admin.ch/gov/de/start.html

Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung

http://www.wbf.admin.ch

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