CH: Bundesamt für Energie verleiht den Schweizer Energiepreis Watt d'Or 2024

Alessandro Scozzafava, Teamleiter Netzentwicklung und Instandhaltungplanung der AEW Energie AG und Lukas Ortmann, Professor für Regelungstechnik an der OST Rapperswil
Alessandro Scozzafava, Teamleiter Netzentwicklung und Instandhaltungplanung der AEW Energie AG und Lukas Ortmann, Professor für Regelungstechnik an der OST Rapperswil

DMZ – ARBEITSWELT/ MM ¦ AA ¦            Alessandro Scozzafava, Teamleiter Netzentwicklung und Instandhaltungplanung der AEW Energie AG und Lukas Ortmann, Professor für Regelungstechnik an der OST Rapperswil

 

Bern - Das Bundesamt für Energie vergibt heute Abend, am 11. Januar 2024, zum siebzehnten Mal den renommierten Schweizer Energiepreis Watt d'Or.

 

Die diesjährigen goldenen Gewinner sind: Die AEW Energie AG in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich (Kategorie Energietechnologien), die Cham Group AG gemeinsam mit Andy Wickart Haustechnik AG, Alfacel AG und pom+Consulting AG (Kategorie Erneuerbare Energien), die CLEMAP AG in Kooperation mit der Otto Fischer AG (Kategorie Energieeffiziente Mobilität) und die Sekundarschule Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten zusammen mit der Pro-Energie GmbH (Kategorie Gebäude und Raum). Die Trophäe, eine Watt d'Or Schneekugel, wird den Gewinnern im Kongresszentrum Kursaal in Bern von der prominenten Jury unter dem Vorsitz von Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher überreicht. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung der schweizerischen Energieszene werden anwesend sein.

 

Der Watt d'Or wurde ins Leben gerufen, um herausragende Leistungen im Energiebereich zu würdigen und sowohl die Wirtschaft als auch die breite Öffentlichkeit für innovative Energietechnologien zu sensibilisieren. Das Gütesiegel für Energieexzellenz wird nicht dotiert, was bedeutet, dass keine Preisgelder ausgeschüttet werden. Für den Watt d'Or 2024 wurden 42 Bewerbungen bis Mitte Juli 2023 eingereicht und von einem Expertenteam evaluiert. 17 Beiträge wurden schließlich für die Endrunde nominiert, aus denen die Jury unter der Leitung von Susanne Vincenz-Stauffacher die Gewinnerprojekte in den vier Kategorien auswählte.

Gewinner des Watt d'Or 2024

 

1. Kategorie Energietechnologien

Smarte Lösung für Optimierungsprobleme im Stromnetz: Die AEW Energie AG (AG) in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich (ZH) präsentiert ein Pilotprojekt zur Optimierung des Stromnetzes der Zukunft. Mithilfe mathematischer Methoden und Digitalisierung wird das AEW Netz virtuell um bis zu 10% verstärkt, ohne physischen Ausbau. Dies erfolgt durch permanentes Echtzeit-Monitoring und Steuerbefehle zur optimalen Regelung von Blindleistung und Spannung im Netz. Die Solarenergie kann somit netzfreundlich ausgebaut werden, und der Netzbetrieb wird sicherer und effizienter.

 

2. Kategorie Erneuerbare Energien

Vom Papier zum Quartier: Die Cham Group AG aus Cham (ZG) in Zusammenarbeit mit Andy Wickart Haustechnik AG aus Finstersee (ZG), Alfacel AG aus Cham (ZG) und pom+Consulting AG aus Zürich (ZH) gestaltet in Cham ein klimaneutrales Stadtviertel. Das Quartier mit rund 1000 Wohnungen und 1000 Arbeitsplätzen setzt zu 100% auf erneuerbare Energien, ist fossilfrei und größtenteils energieselbstversorgend. Mit einem eigenen Stromnetz, Wasserkraftwerk, Photovoltaik, Geothermie und einem hochdigitalisierten Energiemanagement wird die Energieeffizienz optimiert. Das Projekt berücksichtigt nicht nur intelligente Technologien, sondern auch Elektromobilität und Biodiversitätsmaßnahmen.

 

3. Kategorie Energieeffiziente Mobilität

Kosteneffiziente Ladeinfrastrukturen mit solarladen: Die CLEMAP AG in Zusammenarbeit mit der Otto Fischer AG aus Zürich (ZH) entwickelte ein innovatives Lastmanagement für mehrere Ladestationen von Elektrofahrzeugen. Die CLEMAP-Technologie koordiniert über 30 Ladestationen verschiedener Hersteller dynamisch, priorisiert oder begrenzt die Ladeleistung je nach Stromproduktion der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Das Lastmanagement ermöglicht sogar das Laden an ausgewählten Stationen ausschließlich mit Solarstrom. Die Lösung, zu 100% Swiss Made, wurde in Zürich entwickelt und wird im Tessin produziert.

 

4. Kategorie Gebäude und Raum

sek mättmi: Die Sekundarschule Knonau-Maschwanden-Mettmenstetten (ZH) - liebevoll sek mättmi genannt - erreicht Klimaneutralität, Energie-Selbstversorgung und Kosteneinsparungen durch ein systemisch konzipiertes Energiesystem. In Zusammenarbeit mit der Pro-Energie GmbH aus Eschlikon (TG) wurde die intelligente Energiezentrale Hybridbox entwickelt. Mit Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen und einer Wärme-Kraft-Kopplungs-Anlage ist die Schulanlage vollständig klimaneutral. Über das Jahr gesehen beträgt der Selbstversorgungsgrad rund 54%, bei der Stromversorgung sind es sogar 70%. Das innovative Energiesystem gehört nun zum Schulalltag der Schülerinnen und Schüler.

 

 

 

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Bundesamt für Energie

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