Ein Kleeblatt ist nicht einfach ein Kleeblatt

DMZ – KULTUR ¦ Patricia Jungo ¦               

 

Glücksbringer gibt es unzählige und gerade zurzeit haben sie alle wieder Hochsaison. Auch das Kleeblatt gilt als Glücksbringer – unter der Bedingung, dass es sich um eine vierblättrige Mutation des normalerweise dreiblättrigen «Trifoliums» handelt. Dabei ist der im Handel angebotene Glücksklee kein echter Klee und gilt nicht als Glücksbringer.

 

Es braucht viel Geduld und Ausdauer, um auf ein vierblättriges Glückssymbol zu stoßen. Die größten Chancen wird der Sucher unter den weiß blühenden Kleesorten haben. Unter den Glückssymbolen, denen bis in die heutige Zeit Glauben geschenkt wird, ist das vierblättrige Kleeblatt besonders begehrt. Damit das Glück denn auch kommen kann, muss man das vierblättrige Kleeblatt natürlich selber finden. Es handelt sich um eine Mutation des weißen Kleeblattes und es soll auch nur eines unter Tausend geben.

 

Bereits die Kelten suchten mit Nachdruck danach und der Grund dafür ist nicht wirklich klar. Was jedoch feststeht, ist, dass jedes Blättchen eines Kleeblattes eine eigene Bedeutung hat. Dieser Glücksbringer ist ein Weltensymbol und verbindet die vier Himmelsrichtungen mit den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde. Das erste Blatt symbolisiert auch Ruhm, das zweite Reichtum, das dritte einen treuen Geliebten und die vierte beste Gesundheit. Bereits vor mehr als 2'200 Jahren gibt es Spuren des Kleeblattes als Glücksbringer.

 

Bei den Kelten war diese Rarität nur für die geistige und kultische Elite im Keltentum und der Mythologie, die Druiden bestimmt. Die Kelten waren überzeugt, dass viele Pflanzen magischen Kräfte besaßen und das vierblättrige Kleeblatt besonders starke. Im Christentum hingegen stand das vierblättrige Kleeblatt für das Kreuz und die vier Evangelisten. In biblischen Darstellungen ist es daher auch häufig zu finden. Man sagte, ein vierblättriges Kleeblatt im Gebetbuch beim Sonntagsgottesdienst bringe Wunscherfüllung und Liebe und verband den Glücksbringer immer wieder auch mit Heirat.

 

Weiter glaubte man, dass es in den Schuh gesteckt, in der nächsten Person, der man begegnet, auch gleich den richtigen Partner herbeizaubern könne. Falls es vor Sonnenaufgang gefunden werde und im Gebetsbuch oder in den Schuhen ruhe, erhalte der Finder die Fähigkeit, Hexen und böse Wesen zu erkennen. Eine Legende besagt sogar, ein Auswanderer habe einem vierblättrigen Kleeblatt sein Leben zu verdanken. Er fand dieses auf einem privaten Grundstück und wurde dabei verhaftet. So kam es, dass er sein Schiff verpasste.

 

Dies war für ihn ein absoluter Glücksfall, da das Schiff unterging und alle Passagiere ums Leben kamen. Bis heute konnte sich das magische Kleeblatt seinen Zauber und guten Ruf bewahren. Wer es findet, strahlt, bewahrt es sicher auf und erachtet sich ganz einfach als Glückspilz! Wie so oft, lacht es uns aber an, wenn wir es nicht suchen!

 

 

Quelle: hausgarten.net± 

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