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Reminder: Robuste und Langzeit-Immunität bei mRNA-Impfungen für 5-11-jährige Kinder mit vorheriger COVID-19

DMZ – FORSCHUNG ¦ Sarah Koller ¦      

 

Eine kürzlich durchgeführte Studie mit dem Titel "Stärkere und langlebige SARS-CoV-2-Immunantwort auf mRNA-Impfstoffe in 5–11-jährigen Kindern mit vorheriger COVID-19" untersuchte die langfristige Immunantwort auf den BNT162b2-Impfstoff bei 5–11-jährigen Kindern.

 

Die Studie ist eine der ersten immunologischen Untersuchungen, die die langfristige Reaktion auf den Impfstoff bei dieser Altersgruppe bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass der mRNA-Impfstoff robuste zirkulierende Antikörperantworten gegen SARS-CoV-2 induzierte, wobei sich ein Unterschied im Profil der Reaktion zwischen SARS-CoV-2-erholten und SARS-CoV-2-naiven Kindern zeigte.

 

Besonders interessant war die Feststellung, dass die mRNA-Impfstoffe bei den SARS-CoV-2-erholten Kindern höhere humorale Reaktionen sowie höhere Frequenzen von regulatorischen T-Zellen (Tregs) und B-Zellen (Bregs) auslösten als bei den SARS-CoV-2-naiven Kindern, sowohl ein- als auch sechs Monate nach der Impfung. Diese Ergebnisse sind konsistent mit früheren Studien bei Erwachsenen und deuten darauf hin, dass eine vorherige Infektion zu einer verstärkten und länger anhaltenden Immunantwort auf den Impfstoff führen kann.

 

Die Studie dokumentierte die anhaltende Nachweisbarkeit von neutralisierenden Antikörpern und bindenden Antikörpertitern bis zu sechs Monate nach der Impfung, selbst wenn eine Abnahme im Laufe der Zeit beobachtet wurde. Dies gilt sowohl für Kinder, die sich von einer COVID-19-Infektion erholt haben, als auch für SARS-CoV-2-naive Kinder. Die Forscher stellten fest, dass die anti-SARS-CoV-2-Antikörperantworten, insbesondere die IgG-Antworten gegen das Spikeprotein (S-RBD), ihre funktionellen Eigenschaften und Neutralisationskapazität über die Zeit beibehalten.

 

Die Studie legt auch nahe, dass hybrid-immune Kinder, die sowohl Spike- als auch Nicht-Spike-spezifische T-Gedächtniszellen haben, eine breitere Produktion von Antikörpern gegen verschiedene SARS-CoV-2-Varianten, einschließlich Omikron, aufweisen. Diese Erkenntnisse könnten wichtige Impulse für die Verbesserung der vorbestehenden Immunität liefern und unterstützen die Notwendigkeit der Impfung von SARS-CoV-2-erholten Kindern, um eine erneute Infektion zu verhindern.

Demografische und klinische Merkmale der Studienpopulation nach SARS-CoV-2-erholten und SARS-CoV-2-naiven Fällen.

a Alter des Probanden zum Zeitpunkt der Impfung.

b Die Schwere von COVID-19 wurde gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet, wobei die Kategorien mild, moderat, schwer, kritisch oder Multisystemisches Inflammatorisches Syndrom bei Kindern (MIS-C) berücksichtigt wurden. (Bildquelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0264410X23014391)

 

 

Die Studie hat jedoch einige Einschränkungen, darunter die begrenzte Anzahl von Teilnehmern und die zeitlichen Abstände der Untersuchungen. Die Autoren betonen die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die Langzeitreaktion und die Rolle von Gedächtnis-B-Zellen besser zu verstehen. Insgesamt unterstreicht die Studie die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen, insbesondere bei Kindern, um einen anhaltenden Schutz vor SARS-CoV-2 zu gewährleisten.

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