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CH: Neue Forschungsinitiative "Mining the Atmosphere": Das große Reinemachen in der Atmosphäre

Bei «Mining the Atmosphere» geht es darum, überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Illustration: Empa
Bei «Mining the Atmosphere» geht es darum, überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Illustration: Empa

DMZ – FORSCHUNG / MM ¦ AA ¦            Bei «Mining the Atmosphere» geht es darum, überschüssiges CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen. Illustration: Empa

 

Dübendorf, St. Gallen und Thun - Um die Klimaziele zu erreichen und irreversible Veränderungen des Klimasystems zu verhindern, müssen nicht nur die Treibhausgasemissionen eingedämmt, sondern auch das überschüssige, vom Menschen verursachte CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden. Dies ist das Ziel einer neuen, groß angelegten Forschungsinitiative der Empa, "Mining the Atmosphere".

 

Wie dabei ein komplett neues Wirtschaftssystem entstehen kann, erklärt der stellvertretende Empa-Direktor Peter Richner in der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins "Empa Quarterly", das sich ausführlich dem Thema widmet, wie CO2 als Rohstoff genutzt werden kann.

 

Die Klimaerwärmung, hauptsächlich durch den Menschen verursacht, ist auf die Treibhausgasemissionen zurückzuführen, insbesondere CO2 und Methan. Das Paris-Abkommen von 2015, das die Klimaerwärmung begrenzen soll, setzt das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto Null zu senken. Um dies zu erreichen, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, weit über das hinaus, was die Schweiz oder andere Länder bisher beschlossen und umgesetzt haben. Netto Null bis 2050 ist nur ein erster Schritt; in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts müssen weltweit etwa 10-20 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr negativ bilanziert werden. Dies ist auf die lange Lebensdauer von CO2 in der Atmosphäre zurückzuführen.

 

Die Forschungsinitiative "Mining the Atmosphere" der Empa erstreckt sich über verschiedene "Pfeiler": CO2-Gewinnung, Umwandlung, Anwendungen neuer Materialien und systemische Betrachtungen wie Lebenszyklusanalysen. Ein Schlüsselaspekt ist die ausschließliche Verwendung erneuerbarer Energie. Die drei Quellen des Kohlenstoffs sind die Luft ("Direct Air Capture"), die Ozeane und Biomasse. Die Forschung konzentriert sich auf zwei Hauptanwendungen von CO2-basierten Materialien: Massenprodukte mit dem Potenzial, Milliarden Tonnen Kohlenstoff zu binden, und Produkte mit hoher Wertschöpfung.

 

Die Initiative "Mining the Atmosphere" zielt darauf ab, einen gangbaren Weg zu zeigen, wie Klimaveränderungen vermieden werden können. Eine schnelle und massive Reduzierung der Treibhausgasemissionen und der Ausbau erneuerbarer Energien sind Voraussetzungen. Mit "Mining the Atmosphere" bereitet die Empa den nächsten Schritt vor - das große Saubermachen unserer CO2-verschmutzten Atmosphäre.

 

 

Herausgeber

Eidg. Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

http://www.empa.ch 

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