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DE: "Zusammenarbeit auf der Grundlage fairer Regeln ist wichtiger denn je"

DMZ –  POLITIK ¦ MM ¦ AA ¦                                                   

 

Am Dienstag, 21. November 2023, hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz mit den Spitzen führender internationaler Organisationen im Bundeskanzleramt getroffen. Wie bereits im vergangenen Jahr sind IAO, IWF, OECD, Weltbank und WTO auf Einladung des Bundeskanzlers nach Berlin gekommen, um sich über wichtige globale Themen auszutauschen. Als besonderer Gast wurde auch die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) eingeladen, um wie tags zuvor bei der Konferenz zum „G20-Compact with Africa“ in Berlin die afrikanische Perspektive einzubringen.

 

Bundeskanzler Olaf Scholz würdigte die Arbeit der internationalen Organisationen

„Angesichts der vielfachen globalen Herausforderungen sind Kooperation und Zusammenarbeit auf der Grundlage fairer Regeln wichtiger denn je. Die internationalen Organisationen sind wesentliche Akteure bei den Bemühungen, eine internationale global regelbasierte Ordnung zu bewahren und zu stärken, insbesondere mit Blick auf das internationale Wirtschafts- und Finanzsystem. Sie können uns dabei helfen, eine intelligente Globalisierung voranzutreiben, die allen Staaten eine faire Chance auf nachhaltige Entwicklung gibt. Deutschland möchte zu diesem Anliegen beitragen, indem wir den weltweiten Handel fördern, die wirtschaftliche Resilienz verbessern, die Reform der internationalen Finanzarchitektur unterstützen und die Rolle der internationalen Organisationen stärken – wir brauchen die internationalen Organisationen, um multilaterale Lösungen für globale Herausforderungen zu finden.“

 

Der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Gilbert F. Houngbo

„Vielfache Krisen haben ungleichmäßige und unsichere Beschäftigungsperspektiven befördert. Wir beobachten zunehmende Ungleichheiten auf den Arbeitsmärkten, ein schwaches Beschäftigungswachstum, Engpässe beim Arbeitskräfteangebot in einigen Regionen und Branchen sowie Fachkräftemangel oder Missverhältnisse zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage an anderer Stelle. All dies steht Fortschritten bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung im Weg.

 

Wir brauchen ein neues Bekenntnis zu menschenwürdiger Arbeit und sozialer Gerechtigkeit, wozu auch sichere Arbeitsplätze, höhere Löhne, Investitionen in Ausbildung und soziale Absicherung sowie die Arbeitnehmervertretung gehören. Dies würde mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Rückkehr auf den Arbeitsmarkt veranlassen und auch zum Aufbau stärkerer, widerstandsfähigerer Volkswirtschaften beitragen, die Arbeitsplätze und inklusives Wachstum schaffen, wodurch ein positiver Kreislauf gemeinsamen Wohlstands in Gang gesetzt würde.“

 

Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, hob hervor

„Die Weltwirtschaft hat sich gegenüber den jüngsten Schocks als widerstandsfähig erwiesen, aber die Erholung bleibt langsam und ungleichmäßig, wobei die Divergenz zwischen den Ländern zunimmt. Wir brauchen solide makroökonomische Fundamentaldaten mit wenig Spielraum für politische Fehler. Auch wenn im Kampf gegen die Inflation Fortschritte erzielt wurden, müssen die Zentralbanken wachsam bleiben und klar kommunizieren. Die Finanzpolitiker sollten Puffer für künftige Schocks aufbauen. Und wir brauchen Strukturreformen, um die Arbeitsproduktivität zu steigern und die Vorteile neuer Technologien sicher zu nutzen. In einer schockanfälligeren Welt brauchen wir mehr denn je internationale Zusammenarbeit mit offenen und fairen globalen Handelssystemen, Unterstützung für gefährdete Länder und Zusammenarbeit bei der grünen und digitalen Transformation.“

 

Der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Mathias Cormann

„Der Klimawandel ist eine gemeinsame globale Herausforderung, die nur durch eine effektivere globale Zusammenarbeit wirksam bewältigt werden kann. Der Klimaclub, der von Deutschland während seines G7-Vorsitzes im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde, wird dazu beitragen, die Dekarbonisierungsbemühungen weltweit mit besserer globaler Abstimmung zu beschleunigen und zu vertiefen, insbesondere in energieintensiven Industriezweigen. Immer mehr Staaten schließen sich dem Klimaclub an. Zusammen mit der Internationalen Energie-Agentur, mit der wir gemeinsam das Interimssekretariat des Klimaclubs eingerichtet haben, sehen wir der offiziellen Vorstellung unseres Arbeitsprogramms auf der COP 28 erwartungsvoll entgegen. Das Inklusive Forum der OECD für Ansätze zur CO2-Minderung, das dazu beitragen soll, die globale Wirkung von Bemühungen zur Verringerung von CO2-Emissionen weltweit durch besseren Daten- und Informationsaustausch, evidenzbasiertes gegenseitiges Lernen und inklusiven multilateralen Dialog zu optimieren, wird die wichtige Arbeit des Klimaklubs ergänzen und bereichern.“

 

Der Präsident der Weltbank-Gruppe, Ajay Banga, machte deutlich

“Tiefgreifende Kräfte stellen unseren Ehrgeiz im Kampf gegen die Armut auf die Probe – Hunger, Krieg, der Klimanotstand. Um das Leben in einer Zeit der Unsicherheit zu verbessern, müssen wir Partnerschaften neu denken und uns für Veränderungen einsetzen. Unsere Fähigkeit, mit Deutschland und anderen Entwicklungspartnern im Geiste einer gemeinsamen Sache zusammenzuarbeiten, ist eine Quelle der Stärke. Gemeinsam können wir globale Maßnahmen koordinieren, Veränderungen katalysieren und die Wirkung vervielfachen.“

 

Die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation (WHO), Ngozi Okonjo-Iweala

„Für die Bewältigung nahezu aller Herausforderungen, über die wir uns heute austauschen wollen, sind Handelspolitik und die WHO von Belang – von der Bekämpfung der Inflation über die kostengünstige Bereitstellung globaler öffentlicher Güter, die Schaffung besserer Arbeitsplätze, die Unterstützung von Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen in Bezug auf den Klimawandel bei gleichzeitiger Reduzierung der Dekarbonisierungskosten bis hin zur Förderung nachhaltiger Entwicklung auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Eine zunehmend multipolare Weltwirtschaft erfordert eine starke und wirksame multilaterale Handelsordnung. Vergangenes Jahr haben die Mitglieder der WHO bewiesen, dass sie geopolitische Differenzen überwinden und zu Ergebnissen gelangen können, die den Menschen sowie dem Planeten zugutekommen. Die Regierungen müssen weiterhin im Rahmen der WHO Ergebnisse erzielen, sowohl bei unserer 13. Ministerkonferenz im kommenden Februar als auch in den Jahren danach.“

 

Der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB), Akinwumi Adesina

„Ich spreche Bundeskanzler Olaf Scholz für die Einberufung der „Compact with Africa“-Konferenz meine Anerkennung aus. Die Afrikanische Entwicklungsbank bleibt dem Erfolg dieser Initiative uneingeschränkt verpflichtet, insbesondere dadurch, dass sie schwerpunktmäßig die Entwicklung des Privatsektors in Afrika fördert. Um den Klimawandel und das Infrastrukturdefizit in Afrika anzugehen sowie die industrielle Produktionskapazität auszuschöpfen, müssen umfangreiche Finanzmittel des Privatsektors mobilisiert werden. In unserem Bestreben, beschleunigt Wirtschaftswachstum und Wohlstand für Afrika zu schaffen, sehe ich der Stärkung unserer strategischen Partnerschaft mit Deutschland erwartungsvoll entgegen.

 

 

 

 Quelle / Herausgeber: PRESSE- UND INFORMATIONSAMT DER BUNDESREGIERUNG

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