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"Langzeit-COVID-Forschung verliert an Schwung"

DMZ – FORSCHUNG ¦ Sarah Koller ¦                         

 

COVID-19 bietet Forschern eine beispiellose Gelegenheit, eine chronische Erkrankung im Zusammenhang mit einer Infektionskrankheit eingehend zu erforschen und wirksame Behandlungsansätze zu entwickeln. Infektionsbedingte chronische Erkrankungen sind bislang nur begrenzt verstanden, was dazu führt, dass Menschen, die von diesen Erkrankungen betroffen sind, oft auf Skepsis und Stigmatisierung stoßen. Die Gesundheitssysteme weltweit sind häufig nicht ausreichend auf diese Art von Erkrankungen vorbereitet, und es besteht die Gefahr, dass viele Fälle unterberichtet werden. In diesem Kontext erschien ein hochbedeutender Artikel auf nature.com.

 

Der Stand der Forschung zu Langzeit-COVID

Seit den frühen Tagen der Pandemie sind Forscher und Gesundheitsdienstleister mit der Versorgung, Forschung und Advocacy im Zusammenhang mit Langzeit-COVID befasst. Langzeit-COVID wird hier als anhaltende Symptome, wie kognitive Dysfunktion, Müdigkeit, Atemnot und Schmerzen definiert, die Monate oder Jahre nach einer SARS-CoV-2-Infektion anhalten. Es gab bereits Fortschritte auf vielen Fronten, aber es besteht die Sorge, dass der Schwung verloren geht.

 

Aufruf zu einem "Moonshot" für Langzeit-COVID

Die Autoren fordern die US-Regierung auf, mindestens 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr in den nächsten zehn Jahren in die Bewältigung des Problems zu investieren. Eine solche Investition könnte Regierungen weltweit dazu inspirieren, auf diese gesundheitliche Herausforderung zu reagieren. In der Vergangenheit gab es Präzedenzfälle für derartige Investitionen, beispielsweise bei der Krebsforschung. Die wirtschaftlichen Kosten von Langzeit-COVID sind immens und könnten durch eine intensive Erforschung und Entwicklung von Behandlungen erheblich reduziert werden.

 

Warum diese Investition notwendig ist

Der Artikel betont die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von Langzeit-COVID. Ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung, darunter auch Kinder, leidet unter anhaltenden Symptomen, die sich über Jahre erstrecken können. Die wirtschaftlichen Kosten sind enorm. Die Autoren argumentieren auch, dass die Erforschung von Langzeit-COVID nicht nur die wirtschaftlichen Kosten reduzieren, sondern auch das Leben von Millionen von Menschen weltweit verbessern könnte.

 

Forschungsziele und -prioritäten

Die Autoren schlagen sechs Forschungsprioritäten vor, um die Forschung im Bereich Langzeit-COVID zu intensivieren. Dazu gehören die Vereinbarung einer klaren Definition für Langzeit-COVID, die Förderung von Teamforschung, die Nutzung von Ressourcen aus der Anfangsphase der Pandemie, die Beschleunigung der Entdeckung von Biomarkern, Investitionen in experimentelle Medizin und die Verknüpfung von Forschungsbemühungen mit koordinierten klinischen Programmen.

 

Fazit

Die Autoren betonen die Bedeutung einer umfangreichen Investition in die Erforschung und Bewältigung von Langzeit-COVID. Eine derartige Investition könnte die Lebensqualität von Millionen von Menschen verbessern und die wirtschaftlichen Kosten erheblich reduzieren. Die Langzeitfolgen von COVID-19 dürfen nicht vernachlässigt werden, und es ist an der Zeit, eine koordinierte und umfassende Forschungsinitiative zu starten, um dieses wichtige Problem anzugehen.

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