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CH: Kritische Analyse der Entscheidung zur Einstellung des Covid-19-Zertifikatsystems

DMZ –  POLITIK ¦ Anton Aeberhard ¦                         

KOMMENTAR

 

Die Entscheidung, das Covid-19-Zertifikatsystem einzustellen, wirft in Anbetracht der aktuellen, beunruhigenden Situation mit der rapiden Verbreitung des Virus nicht nur erhebliche wissenschaftliche Bedenken auf, sondern sendet auch bedenkliche falsche Signale aus. Diese Signale könnten dazu führen, dass Menschen noch weniger Vorsicht walten lassen, was die bereits angespannte Situation weiter verschärfen könnte.

 

Der Bundesrat hat am 16. August 2023 beschlossen, das System zur Ausstellung und Überprüfung von Covid-Zertifikaten Ende August 2023 einzustellen. Trotz der gravierenden Gesundheitsrisiken, die von Covid-19 ausgehen, wird die Entschlossenheit des Bundesrates, das System in dieser kritischen Zeit außer Kraft zu setzen, stark in Frage gestellt.

 

Die Covid-19-Pandemie hat weltweit gezeigt, wie verheerend die Auswirkungen eines solchen Virusausbruchs sein können. Die Situation hat sich keineswegs gebessert, sondern im Gegenteil, die aktuelle Verbreitung des Virus stellt eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. In dieser prekären Phase ist die Einstellung des Covid-19-Zertifikatsystems unverantwortlich und wirft die Frage auf, ob die Entscheidungsträger die Tragweite der Lage wirklich erfasst haben.

 

Die wissenschaftlichen Beweise sind eindeutig: Die Covid-19-Zertifikate haben einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Virusausbreitung geleistet. Diese Zertifikate ermöglichen es, geimpfte, genesene und negativ getestete Personen zu identifizieren, was die Möglichkeit von Superspreader-Events und unkontrollierter Übertragung erheblich reduziert. Angesichts der hochansteckenden neuen Varianten und der Gefahr von Long-Covid bei Betroffenen ist die Abkehr von einer solchen Präventionsmaßnahme nicht nur unklug, sondern geradezu fahrlässig. 

 

Der Einwand, dass nur wenige Länder noch Nachweise für Einreisen verlangen, ignoriert die Dynamik der Pandemie. Die Situation ändert sich schnell, und die Erfahrung hat gezeigt, wie rasch sich die Verbreitung des Virus ändern kann. Eine voreilige Einstellung des Zertifikatsystems sendet ein gefährliches Signal aus, dass die Bedrohung abgeklungen ist, obwohl die Fallzahlen steigen und die Krankenhäuser unter Druck stehen.

 

Die rechtliche Grundlage der EU mag zwar ausgelaufen sein, doch die Gesundheitskrise hat sich nicht einfach in Luft aufgelöst. Die Pflicht der Regierung ist es, die öffentliche Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu schützen, und eine solche Entscheidung kann das Leben vieler gefährden. Das Wohl der Menschen sollte an erster Stelle stehen, über politische und rechtliche Überlegungen.

 

Die Covid-19-Pandemie erfordert einen entschlossenen, wissenschaftlich fundierten Ansatz. Die Einstellung des Covid-19-Zertifikatsystems zu diesem Zeitpunkt ist ein großer Rückschritt in der Bekämpfung des Virus und stellt eine ernsthafte Gefahr für die Bevölkerung dar. In Anbetracht der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der noch immer bestehenden Risiken sollte die Entscheidung dringend überdacht werden, um das Wohl der Menschen zu gewährleisten.

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