Sind Aquafarmen die Landwirtschaft der Zukunft?

DMZ – NATUR/WISSENSCHAFT ¦ Patricia Jungo ¦

 

Mit Meeresfarmen will ein ehemaliger Fischer die herkömmliche Landwirtschaft bereichern. Es ist dabei durchaus denkbar, dass diese Form von Aquakulturen in Zukunft einen stattlichen Teil unserer Lebensmittel liefern wird. Die nicht zu verleugnende Tatsache, dass der Fischfang an seine Grenzen gelangt und die wachsende Landwirtschaft zunehmend Ökosysteme zerstört, hat den Kanadier Bren Smith ermutigt, das Aqua Farming voranzutreiben und so einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Klimas und der Natur zu leisten.

 

Für ihn besteht kein Zweifel, dass die Zukunft in den Aquakulturen liegt. Bereits seit 2012 sucht Bren Smith gute Ideen für eine widerstandsfähige Unterwasser-Zucht. Dabei ist er auf die Arbeit eines Meeresforschers von der Universität Connecticut, USA gestossen. Gemäss Charles Yarish sind Muscheln, Austern und Seetang klar die Lebensmittel unserer Zukunft und tragen auch zur Regeneration der Meere bei. Nach einer gewissen Zeit entstand dann das 3D-Ocean Farming. Bren Smith widmete sich der Entwicklung eines Systems aus horizontalen Tauen an der Meeresoberfläche, die mit sturmfesten Bojen und Plattformen verbunden sind.

 

Vertikale Taue gelangen davon zu Käfigen auf dem Meeresgrund, in denen Austern und Muscheln gezüchtet werden. An diesen vertikalen Tauen wachsen auch der Seetang und verschiedene Muscheln. Wie Bren Smith berichtet, wäre es denkbar, dass auf einem halben Hektar innerhalb von 5 Monaten mehr als eine Viertelmillion Schalentiere und 10 bis 30 Tonnen Riesenseetang gezüchtet werden. Mit der Ausstattung von nur 6 Prozent der Fläche der Weltmeere mit diesen Farmen könnte demnach die Menschheit ernährt und der gesamte Kohlenstoff-Ausstoss neutralisiert werden. Laut Smith braucht es weder Dünger, Antibiotika noch Pestizide dazu. Allein Meer und Sonne werden benötigt. Dank der Weichtiere und der Gräser werden die Meere und das maritime Ökosystem regeneriert. Muscheln und Austern übernehmen die Rolle von natürlichen Kläranlagen und die Seetang-Farmen würden pro Jahr mehr als zehnmal so viel Kohlenstoff absorbieren wie ein gleich grosses Regenwald-Gebiet. Gemeinsam mit der Organisation „Surfrider“ hat Bren Smith einen Plan ausgearbeitet, wie umweltfreundlichere Energiequellen vor der Küste erschlossen werden könnten. Ebenso ist das Ziel, mehr Arbeitsplätze im maritimen Umfeld zu schaffen und einen nachhaltigen Tourismus zu fördern.

 

 

Quelle: www.nur-positive-nachrichten.de


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