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Impfnebenwirkungen: Hälfte der Meldungen aus Deutschland – Hinweise auf wilde Meldungen verdichten sich

DMZ –  GESUNDHEIT / MM ¦ AA ¦                           

 

Die neuesten Erkenntnisse des Paul-Ehrlich-Instituts bekräftigen die Tatsache, dass Deutschland für beinahe die Hälfte aller weltweit gemeldeten Fälle von long-covid-ähnlichen Symptomen nach einer Impfung verantwortlich ist. Dies verstärkt die bereits bestehende Vermutung, dass zahlreiche dieser Meldungen absichtlich und unwahr erstellt wurden.

 

Obwohl in der Wahrnehmung der Menschen durch Medien und Politik das Coronavirus als weitgehend eliminiert gilt, zirkuliert das Virus weiterhin in der Bevölkerung und verursacht teilweise immer noch schwerwiegende Krankheitsverläufe.

 

Ein Grund für den besseren Verlauf, als zu Beginn der Pandemie, sind die Impfungen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) betont. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt daher nach wie vor, dass alle Menschen ab 18 Jahren eine zweifache Impfung sowie eine Auffrischung erhalten, um einen Schutz vor schweren Krankheiten und langfristigen Folgen aufzubauen.

 

Es wurden etwa 340.000 spontane Meldungen über Impf-Nebenwirkungen registriert. Trotz der Tatsache, dass schwere Nebenwirkungen äußerst selten auftreten, hat das Paul-Ehrlich-Institut in seinem aktuellen Bericht die Sicherheitsdaten zu unerwünschten Impfnebenwirkungen zusammengefasst. Bis zum 31. März 2023 gingen insgesamt 340.282 Meldungen von vermeintlich geimpften Personen über den Verdacht von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen beim Paul-Ehrlich-Institut ein. Es ist jedoch zu beachten, dass die Echtheit und Impfung der meldenden Personen nicht überprüft werden konnte. Diese Meldungen stehen daher lediglich im Verhältnis zu insgesamt 192.208.062 Covid-19-Impfungen. Es ist daher nicht ausreichend, allein aufgrund dieser Meldungen einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den berichteten Nebenwirkungen festzustellen.

 

Das Paul-Ehrlich-Institut hat zudem die Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen mit long-covid- oder post-covid-ähnlichen Beschwerden untersucht. Dazu gehören Meldungen von Symptomen wie long-covid, chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS), posturalem Tachykardiesyndrom (POTS) mit erhöhtem Puls, Benommenheit und Schwindel beim Aufstehen sowie post-exertionaler Malaise (PEM) - Unwohlsein nach geistiger und körperlicher Anstrengung - und "Post-Vac"-Beschwerden.

 

Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Datenbank der gemeldeten Nebenwirkungen nach diesen und ähnlichen Beschwerden durchsucht. Bis Ende März gingen 1.452 Meldungen aus Deutschland ein. Weltweit wurden jedoch nur 2.657 Verdachtsfälle gemeldet. Dies ist bemerkenswert, da Deutschland nicht für 50 Prozent aller weltweit verabreichten Impfdosen verantwortlich ist. Zum Vergleich: In Deutschland wurden bisher mehr als 192 Millionen Corona-Impfungen durchgeführt, während es weltweit etwa elf Milliarden waren, wie das Paul-Ehrlich-Institut erklärt.

 

Es gibt verschiedene Gründe für die hohe Anzahl der gemeldeten Verdachtsfälle aus Deutschland. Das Paul-Ehrlich-Institut hat darauf hingewiesen, dass es zahlreiche Spekulationen über die Ursachen gibt, sich jedoch als wissenschaftliche Institution nicht an Spekulationen beteiligt. Die Bewertung der Meldungen zum Post-Vac-Syndrom gestaltet sich schwierig, da wichtige klinische Informationen fehlen und die gemeldeten Symptome nur schwer einem bestimmten Syndrom zugeordnet werden können.

 

Ein mögliches Erklärungsmodell für den vergleichsweise hohen Anteil der Post-Vac-Meldungen aus Deutschland könnte das einfache Meldesystem sein, bei dem jeder online eine Nebenwirkung melden kann. Zudem gibt es in Deutschland eine bedeutende Anzahl gut organisierter Impfkritiker, die bereitwillig jegliche neu auftretende Beschwerden der Impfung zuschreiben.

 

Bereits im Jahr 2021 wurden in Deutschland koordinierte Aktionen beobachtet, bei denen Flyer mit erfundenen Schauergeschichten über die gerade eingeführten Impfungen in Briefkästen verteilt wurden. Daher ist es nicht überraschend, dass Deutschland in Bezug auf die Meldungen von Verdachtsfällen eine führende Rolle einnimmt.

 

Natürlich müssen diese Vermutungen genauer untersucht werden und es muss zwischen tatsächlichen Impfnebenwirkungen und unbegründeten oder falsch gemeldeten Symptomen unterschieden werden.

Das PEI weist darauf hin, dass die Anzahl der Meldungen zum Post-Vac-Syndrom insgesamt gering ist. Die Melderate für Beschwerden des oben genannten Symptomkomplexes beträgt weniger als einen Verdachtsfall pro 100.000 Impfungen (0,76:100.000 Impfungen), wie im Bericht erläutert wird.

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