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Welt retten geht nicht! Oder doch?

 Foto von Mikhail Nilov von Pexels
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DMZ –  Natalie Barth ¦                                 Foto von Mikhail Nilov von Pexels

KOLUMNE

 

Ein paar Gedanken zur Welt und dem, was gerade so passiert: Gefühlte Hilflosigkeit! Die Welt retten zu wollen, ist ein wenig anmassend, nicht? Oder könnten wir es vielleicht doch ein kleines bisschen?

Ich habe gerade nicht viele Worte. So einiges treibt mich um, und so einiges bringt mich immerwieder zum Nachdenken. Nach den 2 Jahren Pandemie, der permanenten Verschmutzung und Ausbeutung unseres Planeten, dem Klimawandel, den weltweiten Konflikten nun auch der Krieg in der Ukraine und alles, was damit zusammenhängt. Genau das bewegt mich zur Zeit, wie vielleicht auch sehr viele andere Menschen, und lässt mich über mein eigenes Leben und das was ich so mache, nachdenken.

Ich habe grade auch nicht viel Lust auf Social Media, sondern eher auf das „echte Leben“. Und das was ich in diesem echten Leben tatsächlich bewirken kann, für andere und für mich selbst. Wie gehe ich mit Menschen, die ich mag, um? Ist mir bewusst, dass ich sie jeden Tag verlieren, dass die Welt von heute auf morgen Kopf stehen könnte?

 

Ich habe ausserdem wenig Lust auf diese exorbitanten Selbstfindungstrips und Angebote, wo es einfach nur noch ums eigene Ego und Wohlbefinden geht. Diese Selbstbetrugsmantras, mit denen „Gläubige“ Immer wieder demonstrieren, dass das eigene Glück automatisch den Planeten glücklich macht - irgendwie. Als ob man selbst der Nabel der Welt wäre, und wenn man meditierend glücklich ist, dann müssen ja auch die gequälten Tiere glücklich werden. 

 

Nein, werden sie nicht. Den Flüchtenden aus der Ukraine hilft man dadurch ebenfalls nicht. Und der Massenmörder Putin wird leider auch nicht gestoppt. Denn auch wenn man selbst das Leid der Welt nicht mehr wahrnimmt vor lauter Glückseligkeit und innerem Frieden, ist es halt leider immernoch da. 

Da gibt es aber ganz tolle Menschen, die aktiv losmaschieren und manchmal sogar ihr eigenes Leben für die Rettung anderer Wesen oder unseres Planeten einsetzen. Ganz unten findest Du dazu ein Hilfsprojekt, das mir persönlich extrem viel bedeutet (das mit den Bären). Diese Menschen bewundere ich und diese verdienen meinen Respekt von ganzem Herzen.

 

Welt retten geht doch irgendwie

Der Unterschied zu früher, vor ein paar Jahren, übrigens, als ich noch glaubte, ich könnte gar nichts tun, was irgendetwas bewirken könnte auf diesem Planeten, ist der, dass ich heute WEISS, dass jede kleinste Handlung etwas auslösen kann und ich nicht die Verantwortung an irgendeinen Gott (den es geben kann oder auch nicht) oder an ein energetisches Universum, „der/das die Dinge schon nach irgendwelchen Gesetzmässigkeiten regeln wird“ oder an Regierungen und «die da oben» (wer immer das sei soll) abgeben muss. 

 

Damit bin ich weder Opfer noch Täter. Ich bin eine Art Schöpferin, die kleine und große Dinge bewegen kann. Und das ist wesentlich geiler als hilflos und emotional gelähmt vor mich hinzuvegetieren und auf irgendetwas/irgendwen in der Zukunft zu warten, das vielleicht (aber vielleicht auch nicht) mein Leben und die schlimmen Dinge dieser Welt regeln wird. Wir können vielleicht nicht die ganze Welt auf einmal retten, aber wir haben mehr Macht, als es uns oft bewusst ist. Machen wir davon Gebrauch!

 

Deine kleine Tat verändert vielleicht nicht gleich die ganze Welt. Und doch kann sie die ganze kleine Welt eines anderen Wesens verändern.

 

Sei das, was ich tun kann, auch noch so unscheinbar. Es WIRD etwas auslösen. Und sei es nur für einen einzigen Menschen, ein einziges Kind, ein einziges Tier auf diesem Planeten. Sei es nur der scheinbar unbedeutende Tropfen auf den heissen Stein. Genau das ist es wert. Und bringt mich von der gefühlten Hilflosigkeit angesichts solch grosser Ereignisse dazu, meinen Platz und meine Macht zu sehen. Jemand zu sein, der tatsächlich etwas bewegt. 

 

 

Natalie Barth schreibt für den Blog www.nataliesdiary.com, auf dem es viele Artikel zu allen möglichen Themen auch zum Anhören gibt. Ausserdem betreibt sie den Aufklärungskanal auf YouTube «Natalie Barth – Die Sekte und das Leben danach».

 

 

Diese Projekte sind es wert, unterstützt zu werden:

Als Pate eines geretteten Bären helfen Sie mit, diesen Tieren lebenslang ein liebevolles Zuhause zu geben, ihre einst ausgehungerten Bäuche zu füllen, tierärztliche Betreuung von Weltklasse sicherzustellen und durch Spiel, Spaß sowie den Kontakt zu Artgenossen die Überwindung ihrer Traumata zu fördern. 

 

UNO-Flüchtlingshilfe: Über 5,7 Millionen Menschen sind bereits aus der Ukraine geflohen. 7,7 Millionen sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Verzweifelte Familien brauchen jetzt dringend Schutz, Unterkunft, Decken, Lebensmittel und Trinkwasser. Aber auch andere Konflikte bedrohen so viele Kinder, so viele Menschen, z.B. in Afghanistan, Jemen, Äthiopien etc…. Bitte unterstützen Sie die lebensrettende UNHCR-Soforthilfe mit Ihrer Spende.

 

Der Hilfsverein Wunderhund (Freunde von uns, die ich persönlich kenne): Du würdest gerne, kannst aber aktuell keinen Wunderhund adoptieren? Dann ist eine Patenschaft für einen Hund möglicherweise eine Option für dich. Du kannst für deinen Lieblings Wunderhund oder einfach für das gesamte Rudel eine Patenschaft abschliessen. So unterstützt du den Hund deiner Wahl und hilfst uns dabei die Kosten für Futter, Tierarzt, Medikamente, Parasitenmittel und vieles mehr zu stemmen.

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