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Ein Ransomware-Angriff auf das Unternehmen Xplain hat nicht nur Auswirkungen auf das betroffene Unternehmen, sondern könnte nach aktuellen Informationen auch operative Daten der Bundesverwaltung beeinträchtigen. Derzeit werden noch vertiefte Analysen durchgeführt.
Xplain, ein Schweizer Anbieter von Behörden-Software, ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden. Nachdem die gestohlenen Daten verschlüsselt und das Unternehmen erpresst wurden, veröffentlichten die Angreifer einen Teil der entwendeten Informationen im Darknet.
Xplain hat den Vorfall dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) gemeldet und eine Strafanzeige bei der Kantonspolizei Bern erstattet.
Zu den Kunden von Xplain zählen auch verschiedene Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung. Derzeit wird untersucht, welche Stellen und Daten genau betroffen sind. Aktuellen Erkenntnissen zufolge könnten auch operative Daten betroffen sein, obwohl anfangs davon ausgegangen wurde, dass dies nicht der Fall sei. Die Bundesverwaltung geht jedoch davon aus, dass keine direkte Verbindung zwischen den Systemen von Xplain und den Systemen des Bundes besteht.
Das NCSC koordiniert die weiteren Untersuchungen und Maßnahmen innerhalb der Bundesverwaltung. Es steht in engem Kontakt mit Xplain, den Strafverfolgungsbehörden und den betroffenen Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung. Zu gegebener Zeit wird die Öffentlichkeit über weitere Erkenntnisse informiert.
Typischer Ablauf von Ransomware-Angriffen:
In den meisten Fällen erhalten die Angreifer zunächst unbefugten Zugriff auf die Systeme eines Unternehmens. Anschließend werden die Daten gestohlen, verschlüsselt und das Unternehmen wird erpresst. Zahlt das Unternehmen nicht, drohen die Angreifer damit, die gestohlenen Daten zu veröffentlichen. Wenn das Unternehmen weiterhin nicht auf die Erpressung eingeht, werden die Daten häufig schrittweise veröffentlicht, um den Druck stetig zu erhöhen.
Herausgeber / Quelle
Generalsekretariat EFD
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