Science Fraud - Wissenschaftsbetrug

DMZ – GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ Peter Metzinger ¦     

 

Wissenschaftsbetrug ist zu einem wachsenden Problem in der wissenschaftlichen Gemeinschaft geworden, da er die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit von Forschungsergebnissen bedroht. Während die meisten Wissenschaftler bestrebt sind, unvoreingenommene und genaue Ergebnisse zu erzielen, gibt es Fälle von absichtlicher Fälschung von Daten, Plagiaten und anderen unethischen Praktiken.

 

Wissenschaftsbetrug ist ein Thema, das in der Welt der Forschung immer häufiger vorkommt. Auch wenn die Wissenschaft unvoreingenommen und über jeden Vorwurf erhaben sein soll, sind auch Wissenschaftler menschlich und können anfällig für Voreingenommenheit und Fehler sein, sowohl bewusst als auch unbewusst.

 

Die schlimmeren Fälle von Betrug sind, wenn Wissenschaftler absichtlich Ergebnisse zum persönlichen Vorteil oder zur Durchsetzung einer politischen Agenda fälschen. Die Arten von Betrug reichen von geringfügigen Manipulationen von Ergebnissen bis hin zu plumpen Plagiaten und Fabrikation von Ergebnissen. Institutionen ^decken in der Tendenz ihre Mitarbeiter. Und Mitarbeiter zögern oft, einen Betrug aufzudecken, um ihre Karriere nicht zu gefährden. Das wissenschaftliche Peer-Review-Verfahren ist jedoch immer noch relativ zuverlässig. Die Gutachter decken immer wieder Fälle von Betrug oder Fehlern auf. Dennoch müssen die Forscher sicherstellen, dass ihre Arbeit ordnungsgemäß zitiert wird und dass jede Bildverbesserung, die in der Forschung verwendet wird, ehrlich ist.

 

EINIGE FÄLLE VON WISSENSCHAFTSBETRUG

Dr. Hwang Woo Suk

Dr. Hwang Woo Suk, ein südkoreanischer Wissenschaftler, erlangte weltweite Aufmerksamkeit, als er behauptete, er habe erfolgreich einen Hund geklont und einige Erfolge beim Klonen von Menschen erzielt. Später wurde seine Forschung jedoch als betrügerisch und unethisch verdächtigt, und er zog seine Arbeit zurück. Es bleibt unklar, ob der Betrug beabsichtigt oder das Ergebnis einer schlecht geschriebenen Arbeit war.

 

Der Piltdown-Hoax

Einer der bekanntesten Fälle von Wissenschaftsbetrug ist der Piltdown-Hoax, der sich über viele Jahre hinzog. In einem Steinbruch in Piltdown, Sussex, England, wurde ein versteinerter Schädel entdeckt, der als “fehlendes Bindeglied” zwischen Affen und Menschen gelten sollte. Ein angesehener Paläontologe, Arthur Smith Woodward, erklärte den Fund für authentisch. Später stellte sich heraus, dass der Schädel aus Knochen von mindestens drei verschiedenen Hominidenarten zusammengesetzt war, darunter auch der Kieferknochen eines Orang-Utans mit abgefeilten Zähnen. Woodwards Karriere litt, obwohl er ein Opfer des Betrugs war. Die Täter sind nach wie vor unbekannt. Man vermutet aber, dass der Finder, Charles Dawson, auf Ruhm und Reichtum aus war.

 

Institutionelle Probleme

Institutionen zögern oft, fehlbare Wissenschaftler zu bestrafen. Sie versetzen sie lieber stillschweigend in eine andere Abteilung oder disziplinieren sie. Zudem ist die Meldung von Wissenschaftsbetrug riskant, da diese Einfluss auf die Karriere der Betroffenen haben kann. Für Gutachter kann es ohne Wiederholung des Experiments schwierig sein, fehlerhafte Ergebnisse zu erkennen.

 

Die Grauzone

Die Abgrenzung zwischen Betrug und ehrlichen Fehlern kann schwierig sein. Wissenschaftlern können Fehler unterlaufen oder sie sind übereifrig bei der Suche nach Korrelationen. Auch wenn dies technisch gesehen kein Betrug ist, können sich Wissenschaftler unter Druck gesetzt fühlen, Ergebnisse zu liefern. Um ihre Karriere zu fördern, können sie ethische Grenzen überschreiten. Auch die Bildverbesserung in der Zellbiologie kann eine Grauzone sein, da häufig Falschfarben verwendet werden, um Ergebnisse besser erkennen zu können. Dies führte zu Vorwürfen der Bildmanipulation, worauf wissenschaftliche Gremien dazu rieten, von der Bildverbesserung abzusehen.

 

Der Überprüfungsprozess

Trotz einiger aufsehenerregender Fälle von Betrug ist das wissenschaftliche Peer-Review-Verfahren im Allgemeinen zuverlässig. Gutachter können betrügerische Forschungsarbeiten aufdecken, und die Wiederholung von Experimenten kann Irrtümer oder echte Fehler aufdecken. Für eine grundlegende Änderung wissenschaftlicher Überzeugungen sind in der Regel viele Arbeiten erforderlich, um einen Beweis zu erbringen. Mit Hilfe von Plagiatserkennungsinstrumenten ist es einfacher, Arbeiten anhand einiger weniger Zitate selektiv zu erkennen. Seiten mit Danksagungen werden in Zeitschriften immer häufiger verwendet, um die Beiträge aller an der Forschung Beteiligten zu würdigen, vom Texter bis zum Laboranten.

 

Private Forschungsförderung

Die private Forschungsfinanzierung ist wohl ein noch grösseres Problem als fehlerhafte Begutachtungsverfahren. Interessenkonflikte können Forschungsergebnisse verzerren, das zeigt die wissenschaftliche Debatte über die globale Erwärmung. Das Streben nach Zuschüssen kann zu übertriebenen Behauptungen führen oder zur Fokussierung von Forschungsarbeiten auf Bereiche, die für die breite Masse attraktiv sind. Wissenschaftler werden oft nach der Zahl der von ihnen veröffentlichten Arbeiten beurteilt, was Anreize für überstürzte und unsaubere wissenschaftliche Arbeiten bieten kann. Zudem werden Forscherinnen, die Mutterschaftsurlaub nehmen oder in Teilzeit arbeiten, diskriminiert.

Die Debatte über die globale Erwärmung ist ein Bereich, in dem die echte Wissenschaft in einem Meer von Interessenkonflikten untergegangen ist und sich in ein politisches Feld verwandelt hat. Das Streben nach Zuschüssen hat dazu geführt, dass die Bedeutung von Vorschlägen übertrieben wird und die Forschung oft an Bereiche mit Massenattraktivität gebunden ist, wodurch die reine Wissenschaft verdrängt wird.

 

 

 

 

Dieser Text erschien ursprünglich auf http://ReclaimTheFacts.com 

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