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Fake News über Todesfälle und Nebenwirkungen von Corona-Impfungen

DMZ – WISSENSCHAFT ¦ A. Aeberhard / S. Koller ¦KOMMENTAR 

 

Der Fake-Ärzteverband „Ärztliche Berufsverband Hippokratischer Eid“ (als Verein eingetragen – 11.6.22, Hamburg) verbreitet weiterhin falsche und unbelegte Behauptungen. Seit der Gründung dieses „Verbandes“ rund um die Verschwörungsgläubigen und Fake-News Produzenten Sucharit Bhakdi, Rolf Kron, Wolfgang Wodarg, Ronny Weikl, Sonja Reitz, Thomas Külken und anderen gescheiterten Personen, werden weiterhin ungestraft massive Lügen, Fake-News verbreitet und im grossen Stil Desinformation betrieben. Ausgerechnet einen Eid, der weder von Ärztinnen und Ärzten geleistet wird, noch eine Rechtswirkung hat, schreiben sich die Verantwortlichen auf die Fahne, der offenbar die Seriosität dieser „Gruppe von Türöffnern für Scharlatane“ unterstreichen soll. Aktuell behauptet der Corona-Leugner-Verein, dass in Deutschland 100.000 Menschen durch die Corona-Impfung gestorben seien und es gebe seit Beginn der Corona-Impfungen zwei Millionen Fälle schwerer Nebenwirkungen. Das ist komplett falsch und erlogen, wie alles andere, was dieser Fake-News-Verband vorwiegend auf Telegram und Fake-News-Portalen verbreitet und verbreiten lässt.

 

Allein bei Pubmed gibt es inzwischen zum Suchstring „covid-19 AND vaccination AND effectiveness“ weit über 23.000 wissenschaftliche Studien, die das Gegenteil beweisen, was der Fake-News-Verband seit Monaten zu Impfungen verbreitet. Die Coronaleugner und Impfgegner versuchen ihre Behauptungen mit größtenteils falschen Belegen zu untermauern. Weder für die 100.000 Todesfälle gibt es Belege, noch für die zwei Millionen Fälle von schweren Nebenwirkungen. Die tatsächlichen Zahlen liegen deutlich niedriger.

 

Wie alle Fake-News-Produzenten stützt sich auch dieser „Verband“ auf falsch interpretierte und fehlerhafte Quellen. Die Querdenkerszene pflegt eben einen anderen Umgang mit Daten, weil Daten für sie nur Munition im Kampf gegen den ganzen „wissenschaftlichen Mainstream“ sind.

 

So wurden auch bereits früher unhaltbare, allen wissenschaftlichen Befunden widersprechende Behauptungen, „Informationen“ verbreitet. Damit werden Menschen gezielt mit Zahlen manipuliert und verunsicherte Menschen geködert. Dass dies immer noch möglich ist und die Justiz nicht handelt ist ein Armutszeugnis der heutigen Gesellschaft. Denn die drei wichtigsten Bedingungen, um juristisch gegen Fake News vorgehen zu können, sind tatsächlich gegeben:

  1. dass man persönlich, als Unternehmen, als Institution oder als Partei von einer solchen Falschmeldung betroffen ist.

  2. dass sie eine unwahre Tatsachenbehauptung enthält. Als unwahre Tatsache ist jede Verbreitung von Fakten anzusehen, die so nicht stimmen oder frei erfunden sind.

  3. dass der Autor der Falschmeldung identifiziert werden kann.

 

Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie und zu SARS-CoV-2, in Teilen als „Corona-Mythen“ oder „Corona-Lügen“ bezeichnet, werden seit dem Ausbruch der Krankheit COVID-19 vor allem in sozialen Medien verbreitet.

 

Sie umfassen Falschmeldungen, Fake News, pseudowissenschaftliche Gesundheitstipps, Desinformation und Verschwörungstheorien zu allen Aspekten der Krankheit. Zu ihren Verbreitern gehören verschiedene verschwörungstheoretisch orientierte Gruppen und Personen, Antisemiten, Rechtsextremisten, Esoteriker, Impfgegner, Religionsvertreter, Geschäftemacher, einige Staatsregierungen und Staatsmedien, aber auch verunsicherte Einzelpersonen. Sie berufen sich zum Teil auch auf legitime wissenschaftliche Minderheitenmeinungen; Vorschub wurde aber auch durch eine relative wissenschaftliche Unkenntnis angesichts eines neuen, bisher unbekannten Virus geleistet. Es werden international auch immer mehr Strafverfolgungsbehörden aktiv, die die Verbreitung dieser Straftaten verfolgen. Aber leider ist das noch viel zu wenig, was gemacht werden könnte oder müsste.

 

Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten

 

Die Verantwortung, die den Ärztinnen und Ärzten in solchen Situationen zuwächst, ist eine, die wir aus dem ärztlichen Beruf sehr gut kennen: Es geht darum, im Arzt-Patienten-Verhältnis in Entscheidungssituationen für den Patienten Mitverantwortung zu übernehmen. Dementsprechend ist der Arzt auch für die Folgen dessen, was er rät, mitverantwortlich. Das sollte auch dann die Richtschnur sein, wenn man sich in einer solchen übergeordneten öffentlichen Debatte äußert. Deshalb ist es kaum nachzuvollziehen, dass diese Ärztinnen und Ärzte und solche Gruppen wie „Ärztlicher Berufsverband Hippokratischer Eid“ immer noch praktisch unbehelligt und straffrei gefährlichen Unfug verbreiten können und dürfen.

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