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CH: Bundesratsfoto 2023: Gute Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Standpunkten - Oder das letzte Abendmahl

Mitglieder des Bundesrats und der Bundeskanzler im Bernerhof, Bern. (Foto: Matthieu Gafsou)
Mitglieder des Bundesrats und der Bundeskanzler im Bernerhof, Bern. (Foto: Matthieu Gafsou)

DMZ –  POLITIK / MM ¦ AA ¦                                   Mitglieder des Bundesrats und der Bundeskanzler im Bernerhof, Bern. (Foto: Matthieu Gafsou)

 

Die Bundeskanzlei hat das offizielle Bundesratsfoto 2023 veröffentlicht. Mit dem Bild des Waadtländer Fotografen Matthieu Gafsou wolle Bundesrat Alain Berset zeigen, dass die Mitglieder des Bundesrats trotz unterschiedlicher Standpunkte gut zusammenarbeiten und sich gemeinsam für die Schweiz einsetzen. Das Bild erinnert stark an das letzte Abendmahl, was auch befreits einige Diskussionen ausgelöst hat.

 

Die Bundeskanzlei schreibt dazu: "Das Foto zeigt die sieben Mitglieder des Bundesrats und den Bundeskanzler an einem großen Tisch: Sie bilden ein Kollegium, interagieren aber auch in kleinen Gruppen. Die Landschaft im Hintergrund symbolisiert die Außenwelt und verbindet das Handeln des Bundesrates mit dem des Volkes."

 

Das letzte Abendmahl (Leonardo da Vinci) 1498 - Öl auf Leinwand - 422 x 904 cm, Santa Maria delle Grazie Mailand, Italien

Das Abendmahl (italienisch: Il Cenacolo bzw. L Ultima Cena) des italienischen Malers Leonardo da Vinci ist eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt.

Für das Bild ließ sich Fotograf Matthieu Gafsou, gemäß Angaben, von der Genremalerei des 17. Jahrhunderts und der Düsseldorfer Fotoschule inspirieren. Er versammelte alle Mitglieder des Bundesrats und den Bundeskanzler im Bernerhof, wo das Foto aufgenommen wurde. Die Tradition der Düsseldorfer Fotoschule begann, als Bernd Becher 1976 an die Düsseldorfer Kunstakademie berufen wurde und die erste Professur für Fotografie erhielt. Fabrikgebäude, Silos, Hochofenanlagen rückten so in den Mittelpunkt der Fotokunst. Über Jahrzehnte dokumentierten sie Industrieanlagen in Europa und den USA. Das jeweilige Objekt wurde dabei so sachlich wie möglich dargestellt.

 

Der Kamerastandpunkt wurde stets so gewählt, dass keine perspektivischen Zeichnungen das fotografierte Motiv verzerrten. Ebenso wurden die Lichtverhältnisse so gewählt, dass das Motiv nicht durch Licht und Schatten oder gar Wolkenstimmungen im Hintergrund gestört wurde.

 

Dieser Stil wurde zum Markenzeichen der Düsseldorfer Fotoschule. In der Zeit zwischen 1976 und 1996 studierten 87 Fotografinnen und Fotografen bei Professor Becher und werden auch Becher-Schüler genannt. Viele von ihnen erreichten bis heute ein hohes internationales Renommee. Zum Beispiel zählen Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff und der wohl bekannteste, Andreas Gursky, zu den Schülern Bernd Bechers.

 

 

Zum Bundesratsfoto 

Auf dem Tisch liegen ein Kompass, eine Schweizerkarte und eine gebundene Ausgabe der Bundesverfassung. 2023 kann die Bundesverfassung, auf die sich der Bundesrat bei seinem Handeln stützt, ihr 175-jähriges Bestehen feiern. Die Blätter, die durch den Raum fliegen, tragen ein Gedicht von Charles-Ferdinand Ramuz und symbolisieren diskret das Chaos und die Spannungen auf der Welt, die heute viel stärker präsent scheinen als früher.

 

"In einer Zeit der Unsicherheiten und Krisen soll das offizielle Bundesratsfoto Sicherheit vermitteln und zugleich nüchtern wirken. Es soll zeigen, dass der Bundesrat eine Einheit bildet und gut zusammenarbeitet, obwohl seine Mitglieder unterschiedliche Standpunkte haben", so Bundesrat Alain Berset. Als Bundespräsident für das Jahr 2023 ist er den andern Bundesratsmitgliedern gleichgestellt, vertritt aber die Regierung gegen außen und leitet deren Sitzungen.

 

Das offizielle Bundesratsfoto wurde in einer Auflage von 40’000 Exemplaren gedruckt. Es kann heruntergeladen und bestellt werden unter www.admin.ch. Dort zeigt ein kurzer Film, wie das Bundesratsfoto entstanden ist.

 

 

 

Herausgeber

Bundeskanzlei

 

http://www.bk.admin.ch 

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