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AT: 12.572 Neuinfektionen, 32 Todesfälle und 44% Patienten-Anstieg in Spitälern

DMZ – GESUNDHEIT / WISSEN ¦ MM                               

 

Am Dienstag wurden in Österreich 12.572 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Spitalspatienten stieg deutlich an. Außerdem gab es 32 weitere Covid-Todesopfer.

 

Die heurige und mittlerweile dritte Corona-Pandemie-Welle rollt weiter an. Am Dienstag gab es wieder deutlich mehr Infizierte in den heimischen Spitälern - binnen eines Tages kamen 120 positive Patientinnen und Patienten hinzu, zwölf davon auf Intensivstationen. Insgesamt 2.548 Infizierte liegen in den Krankenhäusern. Außerdem wurden 32 weitere Todesopfer gemeldet. Am Montag gab es 12.572 Neuinfektionen, nunmehr gibt es österreichweit 139.503 laborbestätigte aktiv Infizierte.

 

Wieder deutlich mehr Corona-Spitalspatienten und 32 weitere Tote

Das sind mehr, als der oberösterreichische Bezirk Vöcklabruck mit 139.416 Menschen Einwohner hat. Seit Sonntag kamen 3.116 aktiv Infizierte hinzu. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich 13.767 Infektionen nachgewiesen. Die Sieben-Tages-Inzidenz beträgt nunmehr 1.067,5 Fälle je 100.000 Einwohner, am Vortag lag sie noch bei 1.085,6. Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits 5.273.660 bestätigte Fälle gegeben.

 

Sehr hoch ist wieder die Zahl der Corona-Toten. In den vergangenen sieben Tagen wurden 60 Todesopfer registriert, in der Woche zuvor waren es 43 gewesen. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 20.857 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind bereits 231 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben.

 

Plus auf Intensivstationen verzeichnet

Immer mehr positiv getestete Menschen werden in den heimischen Spitälern behandelt, insgesamt sind es 2.548. Seit vergangenen Dienstag gab es insgesamt ein Plus von 685 Infizierten, auf den Intensivstationen kamen 40 Schwerkranke hinzu, das ist eine Steigerung von 44 Prozent. Vor genau einem Jahr mussten insgesamt 880 Covid-19-Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern behandelt werden, 218 davon lagen auf Intensivstationen.

 

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 248.181 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet, davon waren 230.218 aussagekräftige PCR-Tests. Die Positiv-Rate betrug 5,5 Prozent. Im Schnitt wurden in der vergangenen Woche täglich knapp 118.000 PCR-Analysen durchgeführt, durchschnittlich 11,7 Prozent lieferten positive Ergebnisse.

 

Täglich knapp 10.000 Corona-Neuinfektionen und mehr – zumindest offiziell. Die tatsächliche Dunkelziffer dürfte laut Experteneinschätzung jedoch weit höher, bei fast 60.000 Fällen pro Tag liegen. Die Herbstwelle rollt damit über Österreich. Angeheizt wird das Infektionsgeschehen von neuen Varianten, die aufgrund besorgniserregender Mutationen im Spike-Protein dem Immunschutz sehr gut ausweichen können.

 

Während aktuell noch die Omikron-Sublinie BA.5 in Österreich dominiert, wird das Infektionsgeschehen bereits von neuen Varianten, die aufgrund besorgniserregender Mutationen im Spike-Protein dem Immunschutz sehr gut ausweichen können, angeheizt. Neben BF.7 (BA.5 mit der Punktmutation R346T) nehmen jetzt auch zwei andere BA.5-Abkömmlinge Fahrt auf.

 

Der Anteil der immunresistenten BQ.1 und BQ.1.1-Linien hat sich innerhalb nur einer Woche verdoppelt und hat damit im Nu die Subvariante BA.2.75.2 überholt. Dies ist in der aktuellen Grafik des Molekularbiologen Ulrich Elling zu den SARS-CoV-2 Sequenzierungen für Österreich in in der Kalenderwoche 40 deutlich zu sehen.

 

Der Forscher vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist für die Sequenzierungs-Überwachung in ganz Österreich verantwortlich und schreibt auf Twitter: "Die Neuankömmlinge im Zoo machen mittlerweile über 30 Prozent der Infektionen aus."

 

Das Problem mit den "Corona-Neuankömmlingen" von BF.7 bis BQ.1.1: "Sie können den Immunschutz stark, sehr stark umgehen", warnte Elling bereits im "Heute"-Gespräch. Allerdings war sich der Wissenschaftler bisher noch nicht sicher, welche Sublinie am Ende dominieren könnte oder ob nicht gleich mehrere Varianten gleichzeitig das Pandemiegeschehen weiter antreiben würden. Er geht jedoch davon aus, dass die neuen Linien "uns wahrscheinlich erst ab November beschäftigen werden." Spätestens rechnet der Experte jedoch gegen Jahresende wieder mit einer stärkeren Welle aufgrund der neuen Mutationen im Spike-Protein.

 

 

 

 

Quellen:

https://covid19-dashboard.ages.at/

Gesundheitsministerium - https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html

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