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Medienberichten zufolge tritt der britische Premierminister Boris Johnson nun doch zurück.
Das berichteten mehrere britische Medien am Donnerstag, darunter die BBC.
Der britische Premierminister Boris Johnson will von seinem Amt als Tory-Parteichef nun doch zurücktreten. Das berichtete die BBC am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise. Er wäre damit in Kürze auch sein Amt als Regierungschef los. Damit gibt Großbritanniens Regierungschef dem massiven Druck offenbar nach. Am Morgen hatte sein neuer Finanzminister ihn öffentlich zur Demission aufgefordert, eine weitere Ministerin trat zurück.
Johnson wird heute eine Erklärung abgeben
Wie BBC berichtet, wird Boris Johnson heute als Vorsitzender der Konservativen zurücktreten und bis zum Herbst Premierminister bleiben. Dies werde Johnson im Laufe des Tages öffentlich bekannt geben.
Ein Sprecher von Nr. 10 sagte: "Der Premierminister wird heute eine Erklärung an das Land abgeben."
Erste Stimmen
Der konservative Abgeordnete Tobias Ellwood reagiert als einer der Ersten auf die Eilmeldung des geplanten Rücktritts von Boris Johnson. Er sei "froh, dass er den Schaden erkannt hat", sagte er dem Today-Programm.
Ellwood fügt hinzu, dass die Partei jetzt eine Menge zu tun habe.
Die Regierungskrise weiter verschärft
Premierminister Boris Johnson verlor zunehmend an Rückhalt. Auch der erst am Dienstag in seinen Posten berufene Finanzminister Nadhim Zahawi hat Johnson heute öffentlich zum Rücktritt aufgerufen. „Premierminister, in Ihrem Herzen wissen sie, was das Richtige ist. Gehen Sie jetzt“, schrieb Zahawi in einem auf Twitter veröffentlichten Brief an Johnson.
Mit Bildungsministerin Michelle Donelan und Nordirland-Minister Brandon Lewis stieg die Zahl der zurückgetretenen Kabinettsmitglieder auf fünf. Weitere Tory-Abgeordnete legten ihre Regierungsämter nieder. Johnson hatte sich noch am Mittwoch kämpferisch gezeigt und einen Rücktritt abgelehnt - doch sein baldiger Abschied von der Regierungsspitze gilt zunehmend als unausweichlich.
Die Zahl der Rücktritte aus Regierungsämtern lag am Donnerstagfrüh insgesamt bei über 50.
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