
DMZ – UMWELT/NATUR ¦ Patricia Jungo ¦
Auch das Leben der Tiere ist massgeblich vom Klimawandel getroffen. Dies ist auch für die Rentiere in Schweden der Fall. In diesem Jahr werden die Tiere dort nicht nur über sieben, sondern sogar über zehn Brücken gehen. Diese Grünbrücken werden eigens für sie gebaut, damit sie die Strassen bei der Futtersuche unverletzt überqueren können. Aufgrund des Klimawandels wandern die Tiere zur Futtersuche nicht mehr nur über bestimmte Wanderwege, sondern viel weiter als normalerweise.
Die früher kälteren Winter ermöglichten es den Rentieren das Grasgeflecht unter dem Schnee freizugraben, um es zu fressen. Da sich jedoch durch die wärmeren Temperaturen oft auch Schnee an vielen Stellen mit Regen vermischt, entstehen harte Eisschichten, durch die die Rentiere leider nicht mehr an das frische Gras kommen. Für die Tiere ist es also im veränderten Klima grundlegend, weiter entferne alternative Futterstellen erreichen zu können. Der längere Weg für die Nahrungssuche führt sie auch über zahlreiche Strassen und unter anderen auch über die grosse Europastrasse. Da es dadurch zudem in letzter Zeit vermehrt zur Strassensperrungen kam, wurde nun von der schwedischen Regierung beschlossen, etwas für die Tiere zu tun und mindestens zehn Grünbrücken für die Rentiere zu errichten. Baustart soll noch in diesem Jahr sein. Im Norden Schwedens leben etwa zwischen 225'000 und 280'000 Rentiere.
Quelle: ±rnd
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